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Fallstudien Sanierung Vermieter
Praxis Vermieter

Fallstudien Sanierung Vermieter

Anonymisierte Praxisbeispiele mit Kosten, Mietsteigerung und ROI

Theorie und Praxis liegen bei der Wohnungssanierung weiter auseinander, als man vermuten würde. Erst die Anwendung auf ein konkretes Objekt – mit realer Bausubstanz, echtem Budget und einem tatsächlichen Mietmarkt – offenbart, wo die Planung an Grenzen stößt und wo sie ihre eigentliche Stärke entfaltet.

Dieses Kapitel versammelt vier Fallstudien. Alle basieren auf realen Sanierungsprojekten aus dem Ruhrgebiet, alle sind anonymisiert. Was bleibt, ist das Muster: Wie verändert sich die Entscheidung, wenn Budget, Mietlage und Bausubstanz unterschiedlich zusammenwirken? Was kostet es wirklich? Und wo hat das Projekt eine Wendung genommen, die niemand vorhergesehen hat?

Die Fälle sind bewusst nach aufsteigendem Umfang geordnet – von der überschaubaren Renovierung einer 45-m²-Wohnung bis zur Komplettsanierung eines sechsstöckigen Mehrfamilienhauses. Jede Fallstudie folgt demselben Schema: Ausgangslage, Dreiklanganalyse, durchgeführte Maßnahmen, Kostenstruktur, Ergebnis und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Dieser einheitliche Aufbau macht die Fälle vergleichbar und erlaubt es, die eigene Situation einzuordnen.

Die Region aller vier Fallstudien ist das östliche Ruhrgebiet – ein Mietmarkt mit typisch mittlerer Nachfrage, einem Mietspiegelniveau zwischen 7 und 12 €/m² und einem Gebäudebestand, der stark von den Baujahren 1950 bis 1975 geprägt ist.

4 Fallstudien von der Renovierung bis zur MFH-Komplettsanierung
ROI-Berechnung dreifach: Miete, Leerstandsvermeidung, Steuereffekte
Dreiklanganalyse in jeder Fallstudie angewendet
Epochen-Übersicht

Dekaden-Problematik in den Fallstudien

Jede Fallstudie zeigt typische Probleme des jeweiligen Baujahrzehnts – diese Übersicht hilft bei der Einordnung des eigenen Objekts.

1

1950er

Oberfläche: Fallstudie 3: 80-m²-Kernsanierung

Problem: Bleirohre, Holzbalkendecke, kein Bad-Standard, 2-Leiter-Elektrik

2

1960er

Oberfläche: Fallstudie 2: 65-m²-Sanierung + Fallstudie 4: MFH

Problem: Asbest-Boden, Elektrik 2-Leiter, Heizungsnischen, Gasetagenthermen

3

1970er

Oberfläche: Fallstudie 1: 45-m²-Renovierung

Problem: Nikotinwände, alte Beschläge, abgewohnte Böden

Entscheidungshilfe

Sanierungstiefe anhand der Dreiklanganalyse bestimmen

Die Dreiklanganalyse (Budget, Mietlage, Bausubstanz) zeigt, welches Sanierungspaket für Ihr Objekt sinnvoll ist.

1

Bausubstanz intakt (Elektrik + Bad in Ordnung)?

Ja Ja

→ Paket 1: Oberflächenrenovierung (Maler, Böden, Türaufarbeitung)

Nein Nein

Weiter prüfen: Welche Gewerke sind kritisch?

2

1–2 Gewerke kritisch (z.B. nur Elektrik ODER nur Bad)?

Ja Ja

→ Paket 2: Standard-Sanierung (kritische Gewerke + Oberflächen)

Nein Nein

Weiter prüfen: Mehrere kritische Gewerke?

3

3+ Gewerke kritisch (Elektrik + Bad + Wasserleitungen + …)?

Ja Ja

→ Paket 3: Kernsanierung (Entkernung + Neuaufbau)

Nein Nein

Einzelmaßnahme prüfen

4

Mehrfamilienhaus mit mehreren Einheiten?

Ja Ja

→ Paket 4: MFH-Komplettsanierung gestaffelt über 2–3 Jahre – Skaleneffekte nutzen

Nein Nein

Einzelwohnung: Paket 1–3 nach Substanz wählen

Wie die Fallstudien aufgebaut sind

Jede der vier Fallstudien durchläuft sechs Stationen. Diese Struktur bildet den tatsächlichen Entscheidungsprozess ab, den professionelle Bestandshalter bei jeder Sanierung durchlaufen.

Station 1: Ausgangslage Baujahr, Wohnfläche, Grundriss, bisherige Miete, Zustand der Substanz, Dauer und Grund des Leerstands. Das Objekt wird so beschrieben, wie es ein Gutachter bei der Erstbegehung vorfinden würde.

Station 2: Dreiklanganalyse Budget, Mietlage und Bausubstanz werden auf das konkrete Objekt angewendet. Aus der Kombination ergibt sich das empfohlene Sanierungspaket.

Station 3: Maßnahmen Welche Gewerke wurden beauftragt? In welchem Umfang? Was wurde bewusst weggelassen?

Station 4: Kostenstruktur Aufschlüsselung nach Gewerken, prozentual und als Quadratmeter-Kennwert. Nachvollziehbare Positionen statt Pauschalen.

Station 5: Ergebnis Neue Miete, Vermietungsdauer, Marktresonanz.

Station 6: Wirtschaftlichkeitsbetrachtung Der ROI wird dreifach berechnet: nur über die Mietdifferenz, unter Einbeziehung der Leerstandsvermeidung und unter Berücksichtigung steuerlicher Effekte.

Fallstudie 1: Renovierung 45 m², Baujahr 1972

Ausgangslage

Eine Zweizimmerwohnung im zweiten Obergeschoss, Baujahr 1972. Der bisherige Mieter hatte die Wohnung elf Jahre lang bewohnt. Der Vormieter war Raucher – Nikotinablagerungen in allen Oberflächen. Die Bodenbeläge (Nadelfilz, PVC) waren verschlissen. Die Elektrik war 2005 auf den damaligen Stand gebracht worden, das Bad 2010 erneuert.

Leerstand: 2 Monate.

Dreiklanganalyse

  • Budget: Niedrig
  • Mietlage: Mittel
  • Bausubstanz: Gut (nur oberflächliche Defizite)
  • Ergebnis: Paket 1 – Renovierung

Maßnahmen

  • Maler komplett mit Nikotinsperre (Spezialisoliergrund auf Schellack-Basis)
  • Bodenbeläge: Klick-Vinyl in Eichenoptik
  • Türen aufarbeiten: Zargen lackieren, neue Beschläge
  • Küche: Arbeitsfläche erneuern

Bauzeit: 2,5 Wochen

Die Überraschung: Unter dem PVC im Flur lag eine zweite PVC-Schicht mit hartnäckigem Kleber. Der eingeplante Puffer deckte die Mehrkosten ab.

Ergebnis

  • Mieterhöhung nach Sanierung realisiert
  • Vermietung nach 3 Wochen

Fallstudie 2: Standard-Sanierung 65 m², Baujahr 1963

Ausgangslage

Dreizimmerwohnung im ersten Obergeschoss, Ziegelbau mit Betondecken, Baujahr 1963. Letzte Renovierung: 1985. Leerstand seit 6 Monaten – mehrere Interessenten hatten bei Besichtigungen abgesagt.

Die Probleme: Zwei-Leiter-Elektrik (ohne Schutzleiter), Bad im Originalzustand von 1963, Flex-Platten als Bodenbelag (Asbest-Verdacht). Zwei Heizungsnischen waren nie fachgerecht geschlossen worden.

Dreiklanganalyse

  • Budget: Mittel
  • Mietlage: Mittel bis aufwärts
  • Bausubstanz: Schlecht (mehrere kritische Gewerke)
  • Ergebnis: Paket 2 – Standard-Sanierung

Maßnahmen

  • Asbest-Sanierung Böden (Nassverfahren, TRGS 519)
  • Elektrik komplett Stufe 1 (6 Stromkreise, FI-Schutzschalter)
  • Bad komplett 5 m² (Duschtasse, Vorwand, Abdichtung DIN 18534)
  • Heizungsnischen schließen (Kalziumsilikatplatten)
  • Wände spachteln Q2 + Maler
  • Böden (Klick-Vinyl)
  • Türen komplett (CPL + neue Zargen)

Bauzeit: 6 Wochen

Die Überraschung: Die Elektrik war noch dramatischer als gedacht – brüchige Isolierungen, Klemmenverbindungen mit Isolierband gesichert. Die geplante Stufe 1 war angemessen.

Ergebnis

  • Deutliche Mieterhöhung nach Sanierung realisiert
  • Vermietung nach 2 Wochen (7 Bewerbungen in der ersten Woche)

Fallstudie 3: Kernsanierung 80 m², Baujahr 1953

Ausgangslage

Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung im Dachgeschoss eines Altbaus, Baujahr 1953. Nachkriegsbau mit Ziegelmauerwerk und Holzbalkendecke.

Der Zustand: Bleirohre als Trinkwasserinstallation. Elektrik im Originalzustand (Zwei-Leiter-System, textile Leitungsisolierung, Schmelzsicherungen). Bad winzig (4 m²), ohne Fenster und Lüftung. Holzbalkendecke knarrend, stellenweise weiche Bretter.

Leerstand: 10 Monate.

Dreiklanganalyse

  • Budget: Hoch (anteilig KfW-finanziert)
  • Mietlage: Stark (innenstadtnahes Altbauviertel)
  • Bausubstanz: Schlecht (drei kritische Gewerke plus Holzbalkendecke)
  • Ergebnis: Paket 3 – Kernsanierung

Maßnahmen

  • Komplett-Entkernung
  • Bleirohre tauschen (gesamter Strang, WEG-Beschluss)
  • Elektrik komplett neu (7 Stromkreise, neuer Zählerschrank)
  • Bad komplett 7 m² (Badewanne + separate Dusche, Lüftung)
  • Holzbalkendecke: Schwingbügel + OSB + Klick-Vinyl
  • Heizung: Neue Flachheizkörper, hydraulischer Abgleich
  • Wände: Teilweise Trockenbau, komplett Q2
  • Türen komplett neu (inkl. Sicherheitstür Eingang)

Bauzeit: 8 Wochen

Die Überraschung: Unter der Dielung fand sich eine Schlackeschüttung aus den 1950ern – typisch als Schall- und Wärmedämmung, aber potenziell schwermetallbelastet. Laboranalyse: leicht erhöhte Werte, aber unterhalb der Grenzwerte. Entsorgung als Bauschutt möglich.

Ergebnis

  • Erhebliche Mieterhöhung nach Kernsanierung realisiert
  • Vermietung nach 1 Woche (Mundpropaganda im Haus)

Fallstudie 4: MFH-Komplettsanierung 6 WE, Baujahr 1965

Ausgangslage

Sechsgeschossiges Mehrfamilienhaus mit 6 Wohneinheiten (je 55–70 m², gesamt ~370 m²), Baujahr 1965. Sechs Gasetagenthermen (25–30 Jahre alt), dunkles Treppenhaus, defekte Briefkastenanlage, fehlender Brandschutz.

2 WE leer (8 bzw. 14 Monate), 4 WE vermietet mit niedrigen Mieten. Das Objekt befand sich in einer Abwärtsspirale.

Dreiklanganalyse

  • Budget: Hoch, gestaffelt über 3 Jahre
  • Mietlage: Mittel bis stark
  • Bausubstanz: Schlecht, aber mit Substanz (Mauerwerk intakt, Fenster 2010 erneuert)
  • Ergebnis: Paket 4 – MFH-Komplettsanierung, gestaffelt

Strategie: Gestaffelte Umsetzung über 3 Jahre

Phase 1 (Jahr 1):

  • Heizungszentralisierung (6 Thermen → zentrale Brennwerttherme)
  • 2 Stränge erneuern
  • Brandschutz: T30-RS-Türen, Manschetten, Rauchmelder
  • Treppenhaus komplett
  • 2 leere WE: Komplettsanierung (Paket 3)

Phase 2 (Jahr 2):

  • 1 WE saniert nach Mieterwechsel (Paket 2)
  • 1 WE renoviert bei bewohntem Mietverhältnis (reduziert)

Phase 3 (Jahr 3):

  • Restliche 2 WE bei künftigem Mieterwechsel

Bauzeit Phase 1: 4 Monate

Die Überraschungen:

  • Strang im Keller undicht → Kellermauerwerk trockenlegen
  • T30-RS-Türen passten nicht in Altbau-Zargen → Sondermaß
  • Auszugsbedingt frei werdende WE in schlechterem Zustand als erwartet

Ergebnis nach 3 Jahren

  • Deutliche Mieterhöhung über alle Einheiten realisiert
  • Kein Leerstand mehr (Warteliste!)
  • Erhebliche Wertsteigerung des Gesamtobjekts

Konkrete Preise für Ihr Projekt

Die genauen Kosten hängen von Baujahr, Zustand und Umfang ab. Auf unserer Preisseite finden Sie aktuelle Kostenrahmen für alle Sanierungspakete – transparent und verbindlich.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus den Fallstudien

1. Leerstand ist teurer als Sanierung

Alle vier Fallstudien bestätigen: Leerstandskosten summieren sich schnell auf einen erheblichen monatlichen Betrag – zusammengesetzt aus entgangener Kaltmiete, Hausgeld, anteiliger Grundsteuer und Instandhaltungsrücklage. Eine Wohnung, die drei Jahre leer steht, hat enormen Schaden angerichtet – dafür hätte eine komplette Sanierung finanziert werden können.

2. Puffer ist Pflicht

In JEDER Fallstudie trat eine Überraschung auf: doppelter PVC-Belag, marode Elektrik-Isolierung, belastete Deckenschüttung, undichter Strang. Die Frage ist nicht, OB eine Überraschung kommt, sondern WELCHE.

Ein Puffer von 10–15 % auf die kalkulierten Kosten ist kein konservativer Planungsansatz – er ist die Mindestanforderung.

3. Die Dreiklanganalyse funktioniert

Vier Wohnungen, vier Baujahre, vier Budgets, vier Mietlagen – und jedes Mal lieferte die Analyse eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Kein Projekt wäre besser gelaufen, wenn man nur auf den Preis geschaut hätte.

4. Mieterbindung als Bonus

Die sanierten Wohnungen hatten nach drei Jahren keine Fluktuation. Die Mieter waren zufrieden, keine Mängelrügen, keine Mietminderungen. Jeder vermiedene Mieterwechsel spart erfahrungsgemäß ein bis zwei Monatsmieten.

5. Professionelle Bauleitung zahlt sich aus

Laut BSB-Bauschadenbericht entstehen 84 % aller Bauschäden durch fehlende oder mangelhafte Planung. Durchschnittlich 29 Mängel pro Bauprojekt. Die Frage ist nicht, ob Koordination ihren Preis wert ist – sondern was die Alternative kostet.

Checkliste

Checkliste: Fallstudien auf das eigene Objekt übertragen

Diese 15 Punkte helfen Ihnen, die passende Sanierungsstrategie für Ihr Objekt zu finden.

Fortschritt 0 / 15
Aus der Praxis

Praxis-Tipps

Puffer ist Pflicht, nicht Kür

In jeder der vier Fallstudien trat eine Überraschung auf: doppelter PVC-Belag, marode Elektrik-Isolierung, belastete Deckenschüttung, undichter Strang. Die Frage ist nicht, OB eine Überraschung kommt, sondern WELCHE. Ein Puffer von 10–15 % auf die kalkulierten Kosten ist kein konservativer Planungsansatz – er ist die Mindestanforderung für eine realistische Kalkulation. Wer ohne Puffer kalkuliert, spart an der falschen Stelle.

Leerstand ist teurer als Sanierung

Leerstandskosten summieren sich schnell: entgangene Kaltmiete, fortlaufendes Hausgeld, anteilige Grundsteuer und Instandhaltungsrücklage laufen weiter – ob jemand wohnt oder nicht. Eine Wohnung, die drei Jahre lang leer steht, hat einen erheblichen Betrag verschlungen – genug für eine komplette Sanierung inklusive neuer Elektrik und neuem Bad. Der Aufschub einer Sanierung ist in den meisten Fällen die teuerste aller Optionen.

MFH gestaffelt sanieren

Bei Mehrfamilienhäusern mit bewohnten Einheiten ist eine gestaffelte Sanierung über 2–3 Jahre realistischer als ein Komplettumbau. Die Mieteinnahmen aus den noch bewohnten Einheiten tragen zur Finanzierung der leeren bei. Zudem bleiben die Belastungen für Bestandsmieter überschaubar. Die Alternative – das gesamte Investitionsvolumen auf einmal aufzubringen und monatelang auf alle Mieteinnahmen zu verzichten – ist für die meisten privaten Bestandshalter nicht darstellbar.

Schadstoffuntersuchung vor Sanierungsbeginn

Bei Gebäuden vor 1990 muss mit Materialien gerechnet werden, die nach heutigen Maßstäben kritisch sind: Asbest, Blei, Teerpappe, belastete Schlacke, PCB-haltige Fugenmassen, PAK-haltige Parkettkleber. Eine Schadstoffuntersuchung vor Sanierungsbeginn ist keine Vorsichtsmaßnahme. Sie ist die Grundlage jeder seriösen Kalkulation. Die Probe kostet wenige hundert Euro – die unsachgemäße Entfernung kostet ein Vielfaches.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

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Wie lange dauert die Sanierung einer Mietwohnung?

Die Bauzeit hängt vom Umfang ab: Oberflächenrenovierung 2–3 Wochen, Standard-Sanierung 5–7 Wochen, Kernsanierung 7–10 Wochen. Bei MFH-Projekten rechnen Sie pro Phase mit 3–4 Monaten. Engpässe sind typischerweise das Bad (5 Gewerke nacheinander) und Schadstoffsanierungen (Wartezeit auf Fachbetriebe).
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Wann rechnet sich eine Sanierung für Vermieter?

Der ROI hängt von drei Faktoren ab: Mietdifferenz, Leerstandsvermeidung und Steuereffekte. Nur über die Mietdifferenz gerechnet liegt die Amortisation bei 12–15 Jahren. Unter Berücksichtigung von Leerstandsvermeidung und Steuereffekten verkürzt sich das auf 3–6 Jahre. Die Fallstudien zeigen: Sanierung rechnet sich fast immer schneller als unterlassene Sanierung.
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Welche Überraschungen treten bei Altbausanierungen typischerweise auf?

Die Fallstudien zeigen typische Überraschungen: Asbest in PVC-Böden, doppelte Bodenbeläge mit hartnäckigem Kleber, marode Elektrik-Isolierungen, belastete Deckenschüttungen bei Holzbalkendecken, undichte Stränge. Planen Sie immer 10–15 % Puffer ein – die Frage ist nicht, OB eine Überraschung kommt, sondern WELCHE.
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Was ist die Dreiklanganalyse bei der Sanierung?

Die Dreiklanganalyse bewertet drei Faktoren gleichwertig: Budget (verfügbares Kapital), Mietlage (erzielbares Mietpotenzial) und Bausubstanz (kritische Gewerke). Aus der Kombination ergibt sich das empfohlene Sanierungspaket. Ein niedriges Budget bei guter Substanz führt zu Paket 1 (Renovierung), schlechte Substanz bei gutem Budget zu Paket 3 (Kernsanierung).
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Welche Steuervorteile gibt es bei der Wohnungssanierung?

Erhaltungsaufwand (Elektrik-Erneuerung, Bad-Erneuerung als Ersatz, Malerarbeiten) ist vollständig absetzbar – wahlweise im Jahr der Zahlung oder verteilt auf 2–5 Jahre. Bei 42 % Grenzsteuersatz reduziert das die effektive Investition um rund 40 %. Herstellungsaufwand (Grundrissänderung, Standardanhebung) wird über die Restnutzungsdauer abgeschrieben. Steuerberatung vor Sanierungsbeginn empfohlen.
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Wie finde ich die passende Fallstudie für mein Objekt?

Vergleichen Sie Baujahr, Fläche und Zustand: Fallstudie 1 (1970er, gute Substanz, nur Oberflächen) passt zu Wohnungen mit intakter Elektrik und Bad. Fallstudie 2 (1960er, 1–2 kritische Gewerke) passt zu Wohnungen mit veraltetem Bad oder Elektrik. Fallstudie 3 (1950er, mehrere kritische Gewerke) passt zu grundsanierungsbedürftigen Altbauten. Fallstudie 4 gilt für Mehrfamilienhäuser.

Sanierungsstrategie für Ihr Objekt entwickeln

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Oder rufen Sie uns an: 0231 - 997 997 47

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Normen & Quellen

  • BSB-Bauschadenbericht 2025: 84,2 % aller Bauschäden durch Planungsmängel, durchschnittlich 29 Mängel pro Projekt
  • Trinkwasserverordnung (TrinkwV) § 6: Blei-Grenzwert 10 µg/l seit 01.12.2013
  • TRGS 519: Asbest – Abbruch, Sanierung, Instandhaltung
  • DIN 18534: Abdichtung von Innenräumen – Nassraum-Abdichtung
  • DIN 18202: Toleranzen im Hochbau – Ebenheitstoleranzen
  • § 559 BGB: Modernisierungsmieterhöhung (max. 8 % der Modernisierungskosten p.a.)
  • § 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG: 15-%-Grenze für anschaffungsnahe Herstellungskosten
  • VVG § 23 ff.: Anzeigepflicht bei Gefahrerhöhung gegenüber Gebäudeversicherung
  • GEG (Gebäudeenergiegesetz): Hydraulischer Abgleich bei Heizungsmaßnahmen

Wie andere Vermieter sanieren – und was das bringt

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