Was ist eine Komplettsanierung?
Komplettsanierung heißt: Haus oder Wohnung aus einer Hand sanieren, mit einem Vertrag, einem Festpreis und einem Ansprechpartner für alle vereinbarten Gewerke. Dazu gehören je nach Bestand Wände, Böden, Türen, Bad, Elektrik und Heizung; beim Haus können Fenster, Dach und Fassade hinzukommen. Bei der Besichtigung klären wir, was erneuert werden muss und was erhalten bleiben kann. Daraus entsteht der Leistungsumfang für Ihr Objekt.
Der Unterschied zur Teilsanierung liegt im Umfang. Bei einer Teilsanierung wird ein Bereich erneuert, etwa nur das Bad. Bei der Komplettsanierung greifen alle Arbeiten ineinander: Der Elektriker verlegt die Leitungen, bevor die Wände geschlossen werden. Der Bodenleger kommt erst, wenn Bad und Malerarbeiten durch sind. Diese Abstimmung ist der eigentliche Kern des Auftrags – und genau sie übernehmen wir.
Wohnung, Haus oder Mehrfamilienhaus: Welche Seite passt?
Die Komplettsanierung einer 50-m²-Wohnung und die eines Mehrfamilienhauses haben außer dem Namen wenig gemeinsam. Deshalb gibt es für jedes Objekt eine eigene Seite.
Wohnung: Bad, Böden, Elektrik, Wände und Türen in einer Miet- oder Eigentumswohnung, Bauzeit meist 5–7 Wochen. Alles dazu unter Wohnung komplett sanieren.
Haus: Ein-, Doppel- oder Reihenhaus, innen und bei Bedarf außen. Hier kommen Dach, Fassade und Heizungstechnik ins Spiel: Haus komplett sanieren.
Mehrfamilienhaus: mehrere Einheiten, oft bewohnt, mit gemeinsamen Leitungen und Zugängen. Wir planen in Etappen mit Freigabe je Abschnitt: Mehrfamilienhaus in Etappen sanieren.
Für Vermieter und Wohnungseigentümer gibt es eigene Seiten mit den passenden Fragen: Leerstand und Neuvermietung unter Mietwohnung sanieren lassen, Abstimmung mit der WEG unter Eigentumswohnung sanieren. Wie tief eingegriffen wird, beschreibt die Seite Was gehört zur Kernsanierung?.
Typische Anlässe für eine Komplettsanierung
Mieterwechsel: Die Wohnung steht leer, und vor der Neuvermietung soll alles auf einmal erneuert werden, optisch wie technisch. Kauf: Wer eine Wohnung oder ein Haus aus den 1960er bis 1980er Jahren übernimmt, findet oft Elektrik ohne FI-Schutzschalter, alte Bäder und abgenutzte Böden. Erbschaft oder Eigennutzung: Das Objekt soll für die nächsten Jahrzehnte passen, nicht nur für den nächsten Mieter. Und Leerstand: Eine Wohnung, die sich im jetzigen Zustand nicht mehr vermieten lässt, wird durch eine Komplettsanierung wieder marktfähig.
Ein Wohnungsbeispiel: 48 m² in Bochum-Weitmar
Wie eine Komplettsanierung in der Praxis aussieht, zeigt eine 2-Zimmer-Mietwohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in Bochum-Weitmar. Der Vermieter wollte den Altbau-Charakter behalten und gleichzeitig die Technik erneuern. Wir haben die Holzdielen geschliffen und versiegelt, in der Küche Vinyl verlegt, das Bad mit bodengleicher Dusche komplett neu aufgebaut und die Elektrik samt Unterverteilung erneuert. Drei neue Heizkörper, zwei neue Türen, frische Wände: nach sechs Wochen war die Wohnung fertig. Fotos und 3D-Rundgang: 48-m²-Wohnung in Bochum-Weitmar.
Für Häuser und Mehrfamilienhäuser gilt dasselbe Prinzip, nur mit mehr Bauabschnitten und einem längeren Zeitplan.
Ablauf: Besichtigung, Festpreis, Bauphase, Übergabe
Bei Wohnungen erhalten Sie nach dem kostenlosen Vor-Ort-Check Ihren verbindlichen Preis. Bei Häusern folgt zuerst ein Kostenrahmen, dann die Feinplanung. Danach wählen Sie Fliesen, Armaturen und Farben aus, und wir legen die Termine fest. Auf der Baustelle gilt eine feste Reihenfolge: Rückbau, Rohinstallation für Elektro und Sanitär, Trockenbau und Putz, dann Fliesen, Böden, Malerarbeiten und Türen. Zum Schluss steht die gemeinsame Abnahme mit Protokoll und E-Check.
Beim Haus kommen Arbeiten an der Gebäudehülle hinzu, die den Innenausbau beeinflussen. Welche Schritte dort in welcher Reihenfolge sinnvoll sind, erklärt der Ratgeber Reihenfolge einer Haussanierung.
Wovon hängen die Kosten ab?
Vier Faktoren bestimmen den Preis: Fläche, Baujahr, Bad-Standard und Zustand der Elektrik. Ein Altbau mit unebenen Wänden braucht mehr Vorarbeit als ein Bau aus den 1990er Jahren. Ein Bad mit Standardfliesen kostet weniger als eines mit großformatigen Fliesen und Walk-in-Dusche. Und wenn noch zweiadrige Leitungen ohne Schutzleiter liegen, ist eine komplette Neuverkabelung nötig – teurer, aber sicherer.
Eine erste Orientierung geben die Preisübersicht und die Sanierungskosten nach Gewerk. Verbindlich wird es bei Wohnungen nach dem Vor-Ort-Check, bei Häusern nach der Feinplanung: Dann steht der vereinbarte Umfang fest. Mehrkosten gehen nicht auf Sie über; Nachträge gibt es nur, wenn Sie den Umfang ändern.
Warum alles aus einer Hand?
Wer eine Komplettsanierung selbst organisiert, beauftragt typischerweise fünf bis sechs Firmen. Jede erstellt ein eigenes Angebot, arbeitet nach eigenem Zeitplan und schreibt eine eigene Rechnung. Die Koordination bleibt beim Bauherrn. Kommt der Maler, bevor der Elektriker fertig ist, wird zweimal gestrichen. Kann der Bodenleger nicht anfangen, weil das Bad noch nicht steht, verschiebt sich alles um Wochen.
Bei uns laufen diese Fäden bei einem Projektleiter zusammen. Der Elektriker weiß, wann der Trockenbau fertig ist; der Bodenleger kommt, wenn Wände und Bad erledigt sind. Und wenn etwas schiefgeht, gibt es keinen Streit darüber, welche Firma schuld ist. Mängel am Gesamtergebnis klären wir intern – Sie müssen nicht zwischen Sanitär und Bodenleger vermitteln.
Generalunternehmer oder Einzelvergabe?
Der häufigste Einwand lautet: Wer jeden Handwerker direkt beauftragt, spart den Aufschlag. Auf dem Papier stimmt das. In der Praxis kostet die Einzelvergabe Zeit für Angebote, Termine und Abstimmung, dazu Wartezeiten zwischen den Gewerken und Streit an den Schnittstellen. Ein eingespieltes Team mit festen Abläufen und gebündeltem Materialeinkauf gleicht einen Teil davon aus. Was ein Generalunternehmer genau übernimmt und worauf Sie beim Vertrag achten sollten, steht unter Generalunternehmer Sanierung.
Was Vermieter vorab klären sollten
Für Vermieter entscheidet die steuerliche Einordnung über die Wirtschaftlichkeit. Wer innerhalb von drei Jahren nach dem Kauf mehr als 15 % der Gebäudeanschaffungskosten (ohne Umsatzsteuer) in Instandsetzung und Modernisierung steckt, kann die Kosten in der Regel nicht sofort absetzen, sondern muss sie abschreiben. Klären Sie das mit Ihrem Steuerberater, bevor der Auftrag erteilt ist – nicht danach. Unsere Angebote und Rechnungen schlüsseln die Leistungen nach Gewerken auf, das erleichtert die Zuordnung. Mehr zu Leerstand und Wiedervermietung unter Mietwohnung sanieren lassen.








