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Türen & Zargen in Mietwohnungen sanieren – Vermieter-Ratgeber
Gewerk Vermieter

Türen & Zargen in Mietwohnungen sanieren – Vermieter-Ratgeber

CPL-Türen, Zargenentscheidung und Schallschutz: Das unterschätzte Gewerk für Renditeobjekte

Als Vermieter denken Sie bei Türen anders als ein Eigennutzer: Robustheit vor Design, Standardmaß vor Sonderanfertigung, langlebige CPL-Oberfläche vor hochwertigem Furnier. Fünf Innentüren, eine Wohnungseingangstür – sechs Elemente, die bei jeder Besichtigung angefasst werden. Was der Mietinteressent dabei findet, entscheidet mit über die Vermietbarkeit Ihres Renditeobjekts.

Türen in Mietwohnungen sanieren ist eine Vermieter-Entscheidung, keine Eigennutzer-Entscheidung. Das klingt nach einer Selbstverständlichkeit, hat aber konkrete Konsequenzen: Der Vermieter wählt CPL statt Furnier, Standardmaße statt Sonderanfertigung, Edelstahl-Beschläge statt Designer-Griffe. Die Kriterien sind Langlebigkeit, Standardisierung und Vermietbarkeit – nicht persönlicher Geschmack.

Türen und Zargen gehören zu den Oberflächen-Gewerken. Zusammen mit Malerarbeiten und Bodenbelägen definieren sie den optischen Gesamteindruck einer Wohnung. Für Vermieter ist dabei die Einbau-Reihenfolge entscheidend: Zargen vor dem Maler, Türblätter nach dem Maler.

Fünf neue weiße CPL-Innentüren mit Edelstahl-Beschlägen verwandeln eine renovierungsbedürftige Mietwohnung optisch stärker als manch teurere Maßnahme – und das zu kalkulierbaren Kosten.

Neue CPL-Türen – robuste Oberfläche, langlebig, gleichmäßiges Ergebnis
Fünf neue Innentüren – und die Wohnung sieht komplett anders aus
Zargen setzen VOR Maler, Türblätter einhängen NACH Maler – Reihenfolge entscheidet
Epochen-Übersicht

Türen & Zargen nach Baujahr

Jede Epoche des Wohnungsbaus hat ihre typischen Türen hinterlassen. Diese Übersicht zeigt, was Sie je nach Baujahr der Wohnung erwarten können.

1

Vor 1960

Oberfläche: Massivholz mit Kassettenfüllung, Holz-Blockzarge

Problem: Verzogen durch Feuchte und Setzung, schwergängig, breite Fugen, 5–8 Lackschichten übereinander

2

1960er

Oberfläche: Röhrenspantüren, Stahlzargen ab ca. 1965

Problem: Dünn, kaum Schallschutz (Rw < 20 dB). Dekorschicht abgeblättert. Zargen beginnend rostig

3

1970er

Oberfläche: Röhrenspan mit Kunstharz-Dekorfolie, Stahlzarge Standard

Problem: Folie löst sich an Kanten. Zargen flächig rostig. Kunststoff-Drückergarnituren vergilbt

4

1980er

Oberfläche: Furnierte Türen, erste CPL-Oberflächen, Umfassungszargen

Problem: Oft noch brauchbar. Furniere dunkel (Eiche rustikal), optisch veraltet

5

1990er und später

Oberfläche: CPL, Weißlack, Umfassungszargen

Problem: Häufig nur Beschläge und Dichtungen erneuern. CPL-Oberflächen robust

Entscheidungshilfe

Tauschen, überarbeiten oder belassen?

Diese Entscheidungshilfe führt systematisch durch die Beurteilung der vorhandenen Türen und Zargen.

1

Sind die Zargen flächig verrostet oder verzogen?

Ja Ja

Zargen tauschen (neue Umfassungszargen). Wandarbeiten einplanen.

Nein Nein

Zargen nur oberflächlich beschädigt? → Überarbeiten (entrosten, grundieren, lackieren)

2

Sind die Türblätter Röhrenspantüren (leicht, dünn)?

Ja Ja

Tauschen gegen CPL-Türen – Schallschutz und Optik nicht mehr zeitgemäß

Nein Nein

Weiter prüfen: Massivholz oder CPL?

3

Massivholztür mit intakter Substanz?

Ja Ja

Aufarbeiten möglich: Schleifen, Lackieren. Bei > 5 Türen Kalkulation gegen Neukauf prüfen

Nein Nein

Folie abgeblättert oder Oberfläche gequollen? → Tauschen

4

Sind die Beschläge aus Kunststoff oder ausgeleiert?

Ja Ja

Drückergarnituren tauschen (Edelstahl/Aluminium). Schloss prüfen.

Nein Nein

Beschläge belassen, nur reinigen

5

Wohnungseingangstür: Sicherheit und Schallschutz ausreichend?

Ja Ja

Nur Schließzylinder bei Mieterwechsel tauschen

Nein Nein

Dichtungen erneuern (günstigste Maßnahme!), ggf. Sicherheitsbeschlag nachrüsten

Türen als Oberflächen-Thema

In der Praxis zeigt sich ein klares Muster: Wird bei einer Sanierung an den Türen gespart, fällt das auf. Neue Fliesen im Bad, neuer Boden, frische Wände – und dann die alten Türen mit ihren abgegriffenen Kunststoffgriffen und den Lacknasen an den Zargen. Das Auge registriert den Bruch. Und Mietinteressenten interpretieren diesen Bruch als Signal für halbherzige Arbeit.

Es lohnt sich, die drei großen Oberflächen-Gewerke gemeinsam zu denken: Malerarbeiten, Bodenbeläge, Türen. Alle drei zusammen machen einen überschaubaren Anteil der Gesamtkosten aus, bestimmen aber zu einem Großteil den Eindruck bei der Wohnungsbesichtigung. Bei knappem Budget ist es wirtschaftlich sinnvoller, in diese drei Bereiche zu investieren als beispielsweise in eine überambitionierte Küchenausstattung.

Die Einbau-Reihenfolge bei Türen:

1. Zargen setzen und einschäumen 2. Wandanschlüsse anputzen und trocknen lassen 3. Malerarbeiten durchführen 4. Türblätter einhängen 5. Beschläge montieren

Wer die Türblätter vor dem Maler einhängt, hat anschließend Farbspritzer auf neuen Oberflächen. Das klingt nach einem Planungsfehler, der nicht passieren sollte – in der Praxis passiert er aber regelmäßig, besonders wenn mehrere Gewerke unkoordiniert arbeiten.

Stahlzargen: Tauschen oder überarbeiten?

Die Frage, ob bestehende Stahlzargen getauscht oder überarbeitet werden, ist eine der häufigsten Entscheidungen bei der Wohnungssanierung. Beide Wege haben ihre Berechtigung – die richtige Wahl hängt vom Zustand und vom Gesamtkontext ab.

Wann tauschen?

  • Rost hat sich flächig ausgebreitet, besonders an den Bodenankern
  • Die Zarge ist verzogen (Tür schließt nicht mehr bündig)
  • Brandschutzanforderungen ändern sich (T30-RS im MFH)
  • Die Bautiefe stimmt nicht mehr (z.B. nach Trockenbau-Vorsatzschale)

Wann überarbeiten?

  • Die Grundsubstanz ist intakt: kein Durchrostung, kein Verzug
  • Die Mängel sind rein optisch: Lackschäden, oberflächlicher Rost
  • Die Sanierung hat keinen Komplettsanierungscharakter

Aufwand im Vergleich:

Der Tausch einer Stahlzarge bedeutet: Alte Zarge herausbrechen (beschädigt die Wand), Bodenanker aus dem Estrich stemmen, neue Zarge setzen, ausrichten, fixieren, Wandanschlüsse neu verputzen. Allein der Arbeitsaufwand liegt bei zwei bis drei Stunden pro Tür – hinzu kommen die Nacharbeiten.

Das Überarbeiten ist deutlich schneller: Entrosten mit Drahtbürste oder Schleifvlies, Grundierung auf die blanken Stellen, zweimaliger Lackanstrich. Pro Zarge ist das in einer Stunde erledigt.

Daumenregel: Bei einer Komplettsanierung mit offenen Wänden werden die Zargen getauscht. Bei einer Renovierung ohne Wandeingriffe werden intakte Zargen überarbeitet.

Türblätter: Vom Röhrenspan zur CPL-Tür

Röhrenspantüren: Der Kandidat zum Tauschen

Die Röhrenspantür besteht aus einem Rahmen aus Weichholzleisten, gefüllt mit Pappröhren, beidseitig kaschiert mit dünnen Hartfaserplatten. Das Gewicht: 10 bis 12 kg. Zum Vergleich: Eine moderne CPL-Tür wiegt 18 bis 25 kg.

Das geringe Gewicht hat direkte Konsequenzen: Der Schallschutz ist minimal. Gespräche im Nebenzimmer sind problemlos zu verstehen. Das bewertete Schalldämmmaß (Rw) liegt bei 15 bis 20 dB – weit unter den 27 dB, die DIN 4109 als Mindestanforderung fordert.

CPL-Türen: Der Standard für die Mietwohnung

CPL steht für Continuous Pressure Laminate – ein unter hohem Druck verpresstes Schichtmaterial aus Papieren und Harz. Die Oberfläche ist kratzfest, stoßfest, feuchtigkeitsbeständig und pflegeleicht. Genau die Eigenschaften, die eine Mietwohnungstür braucht.

Für die Mietwohnung empfiehlt sich der Standard in Weiß oder hellem Eiche-Dekor. Weiße CPL-Türen passen zu jeder Wandfarbe, wirken neutral und zeitlos. Von dunklen Dekoren ist abzuraten – sie verengen den Raum optisch.

Normmaße: 860 mm × 1985 mm (Standard), 985 mm × 1985 mm (breit, für Bad/Wohnungseingangstür). Bei Altbauten mit abweichenden Maßen sind Sondermaße nötig (Aufpreis 20–40 %).

Furnierte Massivholztüren: Aufarbeiten möglich

Türen aus den 1980ern mit massiverem Aufbau haben oft noch Substanz. Das Aufarbeiten – Schleifen, Grundieren, zweimal Lackieren – ist eine Option. Bei drei bis vier Türen lohnt sich das. Bei fünf oder mehr kippt die Rechnung häufig zugunsten neuer CPL-Türen.

Beschläge und Schlösser: Das Detail, das man anfasst

Von allen Elementen einer Tür ist der Drücker dasjenige, mit dem der Mensch physisch in Kontakt kommt. Bei jeder Nutzung. Mehrmals am Tag. Die Qualität des Drückers ist damit ein unmittelbarer Qualitätsindikator.

Drückergarnituren:

Für die Mietwohnung kommen zwei Materialien in Frage: Edelstahl und Aluminium. Beide sind robust, langlebig und pflegeleicht. Von Kunststoff-Drückergarnituren ist abzuraten – sie vergilben, werden spröde und brechen. Chromierte Metallgarnituren zeigen nach zwei Jahren Abnutzungsspuren.

Form follows function: Ein gerader Drücker auf runder Rosette in gebürstetem Edelstahl passt zu jeder Einrichtung.

Einsteckschlösser:

Das Einsteckschloss sitzt im Türblatt und enthält die Falle (rastet beim Zudrücken ein) und den Riegel (fährt beim Abschließen aus). Alte Schlösser erkennt man daran, dass die Falle nicht mehr sauber einrastet.

Speziell: das Badtürschloss. Im Bad wird ein WC-Schloss verbaut, das von innen mit einem Drehknopf verriegelt wird und von außen per Notöffnung (Münzschlitz) geöffnet werden kann. Diese Notöffnung ist keine Spielerei – wenn ein Mieter im Bad stürzt, muss der Rettungsdienst die Tür öffnen können.

Bänder (Scharniere):

Verschlissene Bänder erkennt man daran, dass die Tür durchhängt – das Türblatt streift am Boden auf der Schließseite. Bei Stahlzargen lassen sich die Bänder in drei Dimensionen justieren (Höhe, Seite, Tiefe).

Schallschutz bei Innentüren

Schallschutz im Wohnungsbau wird oft nur in Bezug auf Wände und Decken diskutiert. Innentüren fallen unter den Tisch – ein Fehler, der sich in der Vermietung rächen kann. Denn die Innentür ist in der Regel das schwächste Glied in der Schallschutzkette.

Eine Wand mit 40 dB Schalldämmmaß nützt wenig, wenn die Tür nur 17 dB schafft. Der Schall nimmt den Weg des geringsten Widerstands. Bei Wohngemeinschaften (WG), die in vielen Mietlagen ein wichtiges Segment darstellen, ist der Schallschutz der Zimmertüren ein entscheidendes Kriterium.

DIN 4109 Mindest-Schalldämmmaß für Innentüren: 27 dB

Schallschutzwerte verschiedener Türtypen:

  • Röhrenspantüren (1960er–1970er): 15–20 dB
  • CPL-Türen mit Röhrenspaneinlage: 25–27 dB
  • CPL-Türen mit Vollspaneinlage: 30–33 dB
  • Mit umlaufender Dichtung + Bodendichtung: bis 35 dB

Schwellenfreiheit:

Alte Türschwellen sind Stolperfallen. Bei der Sanierung werden sie entfernt. Die absenkbare Bodendichtung ersetzt die Schwelle: Sie fährt beim Schließen automatisch nach unten und dichtet den Spalt ab. Beim Öffnen hebt sie sich wieder – schwellenfrei, barrierefrei.

DIN 18040-2 fordert für barrierefreie Wohnungen eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 800 mm, für rollstuhlgerechte Wohnungen 900 mm.

Wohnungseingangstür: Sicherheit, Schallschutz, Brandschutz

Die Wohnungseingangstür unterscheidet sich grundlegend von den Innentüren. An sie werden Anforderungen gestellt, die kein Innentürelement erfüllen muss: Einbruchschutz, Schallschutz gegen Treppenhauslärm und im Mehrfamilienhaus häufig auch Brandschutz.

Sicherheitsanforderungen:

Die polizeiliche Empfehlung ist die Widerstandsklasse RC 2 (Resistance Class 2) nach DIN EN 1627. Eine RC-2-Tür widersteht einem Einbruchversuch mit einfachem Werkzeug für mindestens drei Minuten. In der Praxis reicht das – Einbrecher brechen ab, wenn es länger als 30 Sekunden dauert.

Wirtschaftlichere Aufrüstung statt Komplett-Tausch:

  • Sicherheitsschließblech mit langen Schrauben (verankert in der Wand, nicht nur im Türrahmen)
  • Profilzylinder mit Bohrschutz und Ziehschutz
  • Schutzbeschlag mit Zylinderabdeckung
  • Zusatzschloss mit Sperrbügel
  • Türspion (Mindestdurchmesser 14 mm)

Schallschutz:

DIN 4109 fordert 27 dB. Das Erneuern der Gummidichtungen ist eine der günstigsten und wirkungsvollsten Maßnahmen: wenig Material, wenig Arbeitszeit, spürbarer Effekt auf Schallschutz und Zugluft.

Brandschutz im MFH:

In Mehrfamilienhäusern mit mehr als zwei Wohneinheiten können die Landesbauordnungen T30-RS (feuerhemmend und rauchdicht) fordern. Diese Anforderung gilt bei Neueinbau oder wesentlicher Änderung. Wird die Tür getauscht, muss die neue T30-RS entsprechen. Die Dokumentation ist entscheidend: Einbauprotokoll, Übereinstimmungserklärung, abP (allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis).

Dichtungen: Die günstigste Sanierungsmaßnahme

Die Dichtungen der Wohnungseingangstür verdienen einen eigenen Abschnitt, weil ihr Einfluss in keinem Verhältnis zum Aufwand steht. Eine umlaufende Gummidichtung in der Zarge ist preiswert im Material, schnell montiert – und wirkt sofort.

Ihre Wirkung:

Schallschutz: Bis zu 5 dB Verbesserung allein durch eine intakte Dichtung. 5 dB klingen wenig – subjektiv wird das als Halbierung der wahrgenommenen Lautstärke empfunden.

Zugluft: Eine undichte Wohnungseingangstür lässt kalte Luft aus dem Treppenhaus in die Wohnung strömen. Im Winter führt das zu höheren Heizkosten und zu Mieterbeschwerden.

Rauchschutz: Im Brandfall verhindert die Dichtung den Rauchübertritt – aber nur, wenn sie intakt ist.

Schnelltest:

Tür schließen und mit einer flachen Hand über den Spalt zwischen Tür und Zarge fahren. Spürt man Zugluft, ist die Dichtung defekt. Alternativ: Licht im Treppenhaus ein, in der Wohnung aus – sieht man Licht durch den Türspalt, fehlt die Dichtung.

Neue Dichtungen sind eine der wirtschaftlichsten Sanierungsmaßnahmen überhaupt. Die Wirkung auf Schallschutz, Heizkosten und Mieterzufriedenheit ist enorm – für wenig Aufwand.

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Die genauen Kosten hängen von Baujahr, Zustand und Umfang ab. Auf unserer Preisseite finden Sie aktuelle Kostenrahmen für alle Sanierungspakete – transparent und verbindlich.

Montage-Ablauf und Gewerke-Koordination

Die Koordination der Türenmontage mit den anderen Gewerken ist ein Paradebeispiel dafür, warum Baustellenkoordination so entscheidend ist.

Die Phasen:

Phase 1 – Rohbau-Arbeiten (vor den Türen):

  • Wandöffnungen prüfen und ggf. anpassen (Breite, Höhe, Lotrecht)
  • Alte Zargen entfernen, Wandflächen vorbereiten
  • Elektroleitungen im Zargenbereich verlegen (Lichtschalter!)

Phase 2 – Zargen setzen:

  • Neue Zargen ausrichten, verkeilen, einschäumen
  • Wandanschlüsse anputzen
  • Trocknen lassen: Montageschaum 24 Stunden, Putz 1–3 Tage

Phase 3 – Malerarbeiten:

  • Zargen abkleben
  • Wände und Decken streichen
  • Zargen bei Bedarf nachlackieren

Phase 4 – Bodenbeläge:

  • Bodenhöhe definiert den Türanschlag und die Position der Bodendichtung

Phase 5 – Türblätter und Beschläge:

  • Türblätter einhängen, Bänder justieren
  • Beschläge montieren
  • Funktionsprüfung: Öffnen, Schließen, Verriegeln

Typische Fehler:

1. Türblätter vor dem Maler eingehängt → Farbspritzer auf neuen Oberflächen 2. Zargen nach dem Bodenbelag gesetzt → Schaumreste beschädigen den neuen Boden 3. Wandöffnungen nicht geprüft → Zarge passt nicht (zu eng, zu breit, Wandstärke stimmt nicht)

Vor der Bestellung: Jede Wandöffnung individuell ausmessen – Breite, Höhe und Wandstärke. Mindestens drei Messpunkte pro Dimension. Das kleinste Maß ist maßgebend.

Checkliste

Checkliste: Türen & Zargen professionell planen

Diese Punkte sollten Sie vor und während der Türensanierung abarbeiten.

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Aus der Praxis

Praxis-Tipps

Zargen setzen VOR dem Maler

Neue Zargen einbauen bedeutet Wandarbeiten (Ausschäumen, Anputzen). Das MUSS vor den Malerarbeiten passieren. Aber: Türblätter erst NACH dem Maler einhängen, sonst Farbspritzer auf neuen Türen. Beschläge ganz am Ende montieren, um Kratzer zu vermeiden. Reihenfolge: Zargen → Wand trocknen → Maler → Türblätter → Beschläge.

Dichtungen der Wohnungseingangstür erneuern

Die umlaufende Gummidichtung ist eine der wirkungsvollsten Maßnahmen pro eingesetztem Euro. Wenig Material, eine Stunde Arbeit – und Sie verbessern Schallschutz, Zugluft und Rauchschutz gleichzeitig. Einfacher Test: Tür schließen, Hand über den Spalt führen. Zugluft = Dichtung defekt.

Wandöffnungen vor Bestellung ausmessen

Vor der Bestellung neuer Zargen jede Wandöffnung individuell ausmessen: Breite, Höhe und Wandstärke. Mindestens drei Messpunkte pro Dimension (oben, Mitte, unten bzw. links, Mitte, rechts). Das kleinste Maß ist maßgebend. Bei Altbauten weichen die Maße häufig um 10–20 mm ab. Eine Zarge nach Planmaßen bestellt, passt in der Realität nicht.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

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Stahlzargen tauschen oder überarbeiten – wann lohnt sich was?

Bei flächigem Rost oder Verzug: Tauschen. Bei oberflächlichen Mängeln (Lackkratzer, Flugrost): Überarbeiten (Entrosten, Grundieren, Lackieren). Daumenregel: Bei Komplettsanierung mit offenen Wänden werden Zargen getauscht – der Wandarbeitsaufwand fällt ohnehin an. Bei Renovierung ohne Wandeingriffe werden intakte Zargen überarbeitet.
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Warum sind CPL-Türen besser als Röhrenspantüren?

CPL-Türen bieten deutlich besseren Schallschutz (30–33 dB vs. 15–20 dB bei Röhrenspan). Die Oberfläche ist kratzfest, stoßfest und pflegeleicht. Röhrenspantüren aus den 1960ern–1970ern sind dünn, leicht und erfüllen die DIN-Mindestanforderung von 27 dB nicht. Bei jeder Sanierung sollten Röhrenspantüren getauscht werden.
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Welche Beschläge sind für Mietwohnungen empfehlenswert?

Edelstahl oder Aluminium – beides ist robust, langlebig und pflegeleicht. Von Kunststoff-Drückergarnituren ist abzuraten: Sie vergilben und werden spröde. Ein gerader Drücker auf runder Rosette in gebürstetem Edelstahl passt zu jeder Einrichtung. Im Bad: WC-Schloss mit Notöffnung (Münzschlitz) verwenden.
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Was ist bei der Wohnungseingangstür besonders zu beachten?

Drei Aspekte: 1) Sicherheit – mindestens Sicherheitsschließblech, Profilzylinder mit Bohrschutz. 2) Schallschutz – Dichtungen erneuern (günstigste Maßnahme!). 3) Brandschutz im MFH – T30-RS kann vorgeschrieben sein. Schließzylinder bei jedem Mieterwechsel tauschen.
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In welcher Reihenfolge werden Türen eingebaut?

Zargen setzen → Wandanschlüsse anputzen → Trocknen lassen → Malerarbeiten → Bodenbelag → Türblätter einhängen → Beschläge montieren. Der häufigste Fehler: Türblätter vor dem Maler einhängen. Ergebnis: Farbspritzer auf neuen Oberflächen.
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Brauche ich eine Brandschutztür für die Wohnungseingangstür?

Im Mehrfamilienhaus mit mehr als zwei Wohneinheiten können die Landesbauordnungen T30-RS (feuerhemmend und rauchdicht) fordern. Die Anforderung gilt bei Neueinbau oder wesentlicher Änderung. Dokumentation aufbewahren: Einbauprotokoll, Übereinstimmungserklärung, abP. Ohne korrekte Brandschutztür riskieren Sie den Versicherungsschutz.
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Wie verbessere ich den Schallschutz einer Innentür günstig?

Drei Maßnahmen in aufsteigender Wirksamkeit: 1) Umlaufende Dichtung nachrüsten – größte Wirkung pro eingesetztem Euro. 2) Absenkbare Bodendichtung einbauen. 3) Türblatt gegen CPL mit Vollspaneinlage tauschen. Eine Röhrenspantür von 17 dB auf 27 dB zu bringen erfordert allerdings den Türblatttausch.

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Normen & Quellen

  • DIN 18101: Türen für den Wohnungsbau – Maße, Toleranzen (Normmaße für Türöffnungen)
  • DIN 4109: Schallschutz im Hochbau – Mindest-Schalldämmmaße für Innentüren (27 dB)
  • DIN EN 1627-1630: Einbruchhemmende Bauteile – Widerstandsklassen (RC 1 bis RC 6)
  • DIN 18095: Rauchschutztüren – Anforderungen an rauchdichte Abschlüsse (RS)
  • DIN 4102: Brandverhalten – Feuerwiderstandsklassen (T30, T60, T90)
  • DIN 18040-2: Barrierefreies Bauen – lichte Durchgangsbreiten, Schwellenfreiheit
  • DIN 18252: Profilzylinder – Maße und Anforderungen für Schließzylinder
  • VOB/C DIN 18355: Tischlerarbeiten – Ausführungsstandards für Türenmontage
  • Landesbauordnungen: Brandschutzanforderungen T30-RS im MFH

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