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Baustelleneinrichtung Wohnung – Staubschutz, Demontage und Entsorgung richtig planen
Planung Vermieter 15 min

Baustelleneinrichtung Wohnung – Staubschutz, Demontage und Entsorgung richtig planen

Eine Baustelle in einer einzelnen Wohnung ist nie nur eine Baustelle in einer einzelnen Wohnung. Staub kennt keine Wohnungstüren. Lärm respektiert keine Stockwerksgrenzen. Und ein verstopftes Treppenhaus betrifft jeden Bewohner im Haus. Wer das versteht, plant anders.

Die Kosten für Baustelleneinrichtung und Demontage machen erfahrungsgemäß 5 bis 10 % der Gesamtkosten einer Sanierung aus. Das klingt überschaubar, aber dieser Posten wird in der Budgetplanung regelmäßig vergessen – und taucht dann als unangenehmer Nachtrag auf. Container-Eilzuschläge, Nachbestellungen von Abdeckmaterial, Mietminderungen wegen mangelhafter Treppenhausreinigung: All das addiert sich.

Der Unterschied zwischen einer chaotischen und einer professionellen Baustelle ist dabei nicht Glück, nicht die bessere Mannschaft – es ist Planung. Eine durchdachte Baustelleneinrichtung spart bei einer 65-m²-Wohnung erfahrungsgemäß drei bis fünf Arbeitstage gegenüber einer improvisierten Vorgehensweise. Bei typischen Leerstandskosten ist das spürbar.

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die Baustelleneinrichtung in einer Mietwohnung professionell planen – vom Staubschutz über die Mieterkommunikation bis zur Demontage und Entsorgung.

1

Vor 1945

Massive Ziegelwände, Holzbalkendecken, gusseiserne Rohre, Blei-Trinkwasserleitungen, Textil-ummantelte Elektrik.

2

1950er–1960er

Bimssteinwände, Guss-Abflussrohre, verzinkte Trinkwasserleitungen, PVC-Bodenbeläge, oft Asbest-Materialien.

3

1970er

Betonfertigteile, Leichtbauwände, erste Kunststoffrohre, verzinkte Stahlrohre mit Innenkorrosion.

4

1980er–1990er

Standardisierte Bauweise, leichtere Materialien, Kunststoff-Abflusssysteme (HT-Rohre), Kupfer-Trinkwasser.

5

Ab 2000

Moderne Materialien, Verbundrohre, HT-Abflüsse, standardisierte Bauweise.

Staubschutz als Grundprinzip

Staubschutz ist kein optionaler Komfort. In einem bewohnten Mehrfamilienhaus ist er eine Pflicht, die aus dem Mietrecht, aus dem Nachbarschaftsrecht und aus dem gesunden Menschenverstand folgt.

Baustaub, insbesondere der feine Quarzstaub beim Schlitzen von Wänden oder beim Abbruch von Fliesen, dringt durch kleinste Ritzen. Er legt sich auf Möbel in benachbarten Wohnungen, setzt sich in Lüftungsschächte und reizt die Atemwege. Staubbelastung, die über das Treppenhaus in Nachbarwohnungen dringt, berechtigt zur Mietminderung – je nach Beeinträchtigung zwischen 10 und 25 % der Warmmiete.

Die Lösung: Reißverschluss-Folientüren

Die wirksamste Maßnahme ist die Reißverschluss-Folientür. Sie besteht aus einer staubdichten Folie mit eingebautem Reißverschluss, die in den Türrahmen gespannt wird. Gemessen an den Folgekosten mangelhaften Staubschutzes ist das Material ein vernachlässigbarer Posten.

Mindestens diese Türen sollten mit Folientüren ausgestattet werden:

  • Die Wohnungseingangstür (zwingend)
  • Jede Tür zu einem Raum, in dem abgebrochen oder geschliffen wird
  • Bei besonders staubintensiven Arbeiten zusätzlich ein Bauluftreiniger

Das Problem in der Praxis

Der Staubschutz wird am ersten Tag installiert, dann kommen die Handwerker in Eile, der Reißverschluss bleibt offen, Material wird durch die Folie getragen und reißt sie ein. Nach zwei Tagen ist die Staubschutzwand ein Alibi. Professionelle Bauleitung kontrolliert den Staubschutz täglich. Defekte Folien werden sofort ersetzt.

Abdeckarbeiten in Treppenhaus und Aufzug

Zwischen Wohnungstür und Haustür liegt das Treppenhaus – der Bereich, den alle Bewohner nutzen. Hier treffen Handwerker mit schweren Werkzeugkoffern, mit Sackkarren voller Fliesenkleber und mit Schubkarren voller Bauschutt auf Kinderwagen, Rollatoren und frisch geputzte Schuhe.

Treppenhausschutz

Abdeckvlies oder Malervlies auf den Treppenstufen und im Flurbereich der betroffenen Etage sollte Standard sein. Bei länger dauernden Sanierungen, besonders wenn schwere Materialien transportiert werden, lohnen sich zusätzlich Hartfaserplatten auf den Stufen. Sie schützen die Kanten, die sonst unter den Stößen von Sackkarren und Werkzeugkisten leiden.

Aufzugschutz

Wird der Aufzug für den Materialtransport genutzt – und das wird er in jedem Haus mit Aufzug –, sollte die Kabine mit Schutzmatten ausgekleidet werden. Eine einzelne Ecke einer Rigipsplatte, die beim Transport gegen die Aufzugwand stößt, hinterlässt eine Delle, die den Vermieter mehr ärgert als die ganze Sanierung. Das Abkleben der Aufzugkabine dauert 20 Minuten und spart eine Diskussion mit der Hausverwaltung.

Fluchtweg-Regel

Im Treppenhaus darf kein Material über Nacht stehen. Es blockiert Fluchtwege und verstößt gegen die Landesbauordnung. Die Feuerwehr kalkuliert Rettungszeiten auf Basis freier Treppenhäuser. Tagsüber ist eine kurze Zwischenlagerung akzeptabel, aber abends muss alles in der Wohnung oder im Container sein.

Versorgungsabsperrung richtig planen

In einem Mehrfamilienhaus hängen die Versorgungsleitungen zusammen. Wasser, Strom, Gas und Heizung laufen oft über gemeinsame Stränge. Bevor in einer Wohnung Sanitärleitungen gekappt werden, muss klar sein, welche anderen Wohnungen dadurch betroffen sind.

Wasser

In Gebäuden aus den 1960ern und 1970ern fehlen häufig wohnungsbezogene Absperrventile. Das Wasser lässt sich dann nur strangweise absperren – drei oder vier übereinanderliegende Wohnungen sind gleichzeitig ohne Wasser. Dieser Zustand muss auf ein Minimum begrenzt werden: idealerweise auf wenige Stunden, nie über Nacht. Die Absperrung auf den Vormittag legen, betroffene Mieter mindestens zwei Werktage vorher informieren, wenn möglich Trinkwasserkanister bereitstellen.

Strom

Die Elektroinstallation wird am Wohnungssicherungskasten getrennt und gegen Wiedereinschalten gesichert. Für den Baubetrieb kommt ein mobiler Baustromverteiler mit integriertem FI-Schutzschalter zum Einsatz. Er wird an eine bestehende Steckdose im Treppenhaus oder an den Allgemeinstrom angeschlossen – mit Genehmigung der Hausverwaltung. Was der Baustromverteiler verhindert: einen Kabelbrand durch provisorisch angeklemmte Verlängerungskabel, einen Stromunfall durch versehentlich wieder eingeschaltete Sicherungen.

Heizung

Wird in den Wintermonaten saniert, ist die Heizungsversorgung kritisch. Bei Einrohr-Heizsystemen – typisch für die 1960er und 1970er Jahre – muss unter Umständen eine Brücke gesetzt werden, bevor der Heizkörper demontiert wird, damit die Heizwärme in die nachfolgenden Wohnungen weiterfließt.

Gas

Falls eine Gastherme vorhanden ist, wird die Gaszufuhr vor Beginn der Arbeiten durch den Installateur abgesperrt und dokumentiert. Gasarbeiten dürfen ausschließlich durch zugelassene Fachbetriebe nach TRGI ausgeführt werden.

Mieterkommunikation im bewohnten Haus

Es gibt einen Satz, der in der Wohnungswirtschaft gerne zitiert wird: Der teuerste Mieter ist nicht der, der zu viel will, sondern der, der sich nicht informiert fühlt. Das gilt in besonderem Maße während einer Sanierung im bewohnten Haus.

Mieter, die über Lärm, Staub und Versorgungsunterbrechungen nicht rechtzeitig informiert werden, reagieren nicht mit Verständnis. Sie reagieren mit Beschwerden, mit Mietminderung, mit Anrufen beim Mieterschutzbund, im schlimmsten Fall mit Kündigung.

Schriftliche Bauvorhaben-Anzeige

Bevor ein Handwerker das Haus betritt, sollte jeder Mieter im Haus eine schriftliche Information erhalten – nicht nur die Mieter auf derselben Etage. Die Bauvorhaben-Anzeige sollte enthalten:

  • Was wird gemacht? Kurze, verständliche Beschreibung
  • Wie lange dauert es? Realistische Angabe mit Puffer (z. B. sechs bis acht Wochen)
  • Wann wird es laut? Konkrete Arbeitszeiten und Hinweis auf besonders laute Phasen
  • Wer ist Ansprechpartner? Name und Mobilnummer des Bauleiters oder Vermieters – eine Telefonnummer, unter der jemand tatsächlich erreichbar ist

Diese Information wird als Aushang im Treppenhaus angebracht und zusätzlich jedem Mieter in den Briefkasten gelegt.

Vorankündigung von Versorgungsunterbrechungen

Jede geplante Unterbrechung der Wasser-, Strom- oder Heizungsversorgung, die andere Wohnungen betrifft, muss mindestens 48 Stunden vorher angekündigt werden. Ein laminierter Aushang im Treppenhaus mit Datum, Uhrzeit und voraussichtlicher Dauer. Je konkreter die Angabe, desto weniger Rückfragen: "9:00 bis 12:00 Uhr" ist eine Angabe, "vormittags" ist keine.

Arbeitszeiten und Lärmschutz

Die zulässigen Arbeitszeiten in NRW:

  • Montag bis Freitag: 7:00 bis 20:00 Uhr
  • Samstag: 7:00 bis 14:00 Uhr (oft eingeschränkt)
  • Sonntag und Feiertage: keine Bauarbeiten

Erfahrene Bauleiter legen lärmintensive Arbeiten auf 9:00 bis 11:30 Uhr und 13:30 bis 16:00 Uhr. In diesen Zeitfenstern sind die meisten Berufstätigen außer Haus und Kinder in Schule oder Betreuung.

Bereichsabsperrung und Sicherheit

Eine Baustelle in einem bewohnten Mehrfamilienhaus ist kein abgesperrtes Baufeld mit Zaun und Pförtner. Sie liegt hinter einer Wohnungstür, die tagsüber offen steht. Diese offene Tür ist ein Sicherheitsrisiko.

Verkehrssicherungspflicht

Die Verkehrssicherungspflicht liegt beim Bauherrn – also beim Vermieter. Nicht beim Handwerker, nicht bei der Hausverwaltung. Der Vermieter haftet, wenn jemand auf der Baustelle oder durch die Baustelle zu Schaden kommt.

Die Absicherung umfasst mindestens:

  • Hinweisschild "Baustelle – Betreten verboten" an der Wohnungstür
  • Absperrband im Treppenhaus bei Arbeiten außerhalb der Wohnung
  • Sicherung offener Schächte und Durchbrüche
  • Geländer und Abdeckungen an jeder Stelle mit Absturzgefahr
  • Freihalten des Treppenhauses als Fluchtweg

Wer diese Punkte ignoriert, riskiert nicht nur einen Unfall, sondern auch den Verlust des Versicherungsschutzes.

Brandschutz auf der Baustelle

Trennschleifer erzeugen Funkenflug, Heißluftgebläse erreichen über 500 °C, Lösungsmittel sind leicht entzündlich. Ein Feuerlöscher (mindestens 6 kg ABC-Pulver) gehört auf jede Baustelle und muss frei zugänglich sein. Feuergefährliche Arbeiten erfordern eine Brandwache: Jemand beobachtet den Arbeitsbereich auch nach Abschluss der Arbeiten noch mindestens 30 Minuten auf Glutnester.

Elektrische Sicherheit

Die Elektroinstallation der zu sanierenden Wohnung ist vor Arbeitsbeginn stromlos zu schalten – Sicherungen ausschalten und gegen Wiedereinschalten sichern. Für die Stromversorgung während der Bauphase kommt ein tragbarer Baustromverteiler mit eigenem FI-Schutzschalter zum Einsatz.

Demontage: Die richtige Reihenfolge

Demontage klingt einfach. Rausreißen, fertig. In der Praxis ist es das Gegenteil von einfach. Eine falsche Demontage-Reihenfolge führt zu Beschädigungen an Bauteilen, die gar nicht erneuert werden sollten. Versorgungsleitungen, die vor der Demontage nicht getrennt wurden, enden in Wasserrohrbrüchen oder Kurzschlüssen.

Die Grundregel: Von innen nach außen, von oben nach unten

Schritt 1: Möbel und lose Gegenstände entfernen. Alles, was nicht fest eingebaut ist, wird zuerst aus der Wohnung gebracht.

Schritt 2: Versorgungsleitungen trennen. Vor jeder weiteren Demontage müssen Wasser, Strom und Gas in der Wohnung abgesperrt und die Absperrung überprüft sein. Nicht nur am Ventil drehen – prüfen, ob tatsächlich kein Wasser mehr kommt.

Schritt 3: Einbauten demontieren. Einbauküchen, Sanitärobjekte, Heizkörper, Einbauschränke. Heizkörper sollten erst entleert und dann abgebaut werden.

Schritt 4: Bodenbeläge entfernen. Teppich, Laminat, PVC, Fliesen. Schwimmend verlegtes Laminat lässt sich in einer Stunde pro Raum aufnehmen. Verklebtes PVC aus den 1970ern erfordert einen Stripper und je nach Klebstoff eine Schadstoffprüfung.

Schritt 5: Wandbeläge und Deckenverkleidungen entfernen. Tapeten, Fliesen, abgehängte Decken, Wandverkleidungen.

Schritt 6: Installationen rückbauen. Elektroleitungen, Wasserrohre, Abflussrohre, Heizungsrohre – soweit sie im Sanierungsumfang enthalten sind.

Der Asbest-Stopp

Bei jedem Verdacht auf Schadstoffe wird die Demontage sofort gestoppt. Kein Handwerker rührt das verdächtige Material an, bis eine Laboranalyse vorliegt. Verdacht entsteht bei: Bodenbelägen mit auffälliger Rückseite (Flex-Platten), Rohrisolierungen mit faseriger Struktur, Nachtspeicheröfen, Dachpappe mit eingewebten Fasern. Die Kosten pro Laborprobe liegen im Bereich weniger hundert Euro – ein Bruchteil der Kosten einer unkontrollierten Asbestfreisetzung.

Bauschutt-Entsorgung und Container

Die Entsorgung von Bauschutt ist kein Anhängsel der Sanierung. Sie ist ein eigenständiger Kostenfaktor und ein logistisches Thema. In der Praxis wird die Entsorgung bei der Budgetplanung mit erschreckender Regelmäßigkeit vergessen.

Container rechtzeitig bestellen

In Ballungsgebieten wie dem Ruhrgebiet sind Container-Dienste stark ausgelastet. Eine Bestellung eine Woche vor Baubeginn ist das Minimum. In Hochphasen (Frühjahr, Herbst) können auch zwei Wochen Vorlauf nötig sein. Freitags bestellen, Montags aufstellen lassen – dann ist der Container da, wenn die Demontage beginnt.

Container-Größe nach Sanierungspaket

  • Paket 1 (Renovierung): Big Bags (je 1 m³)
  • Paket 2 (Sanierung): Absetzcontainer 5–7 m³
  • Paket 3 (Modernisierung): Absetzcontainer 7–10 m³
  • Paket 4 (MFH-Komplett): Abrollcontainer 10–20 m³

Steht der Container auf öffentlichem Grund (Gehweg, Parkplatz), ist eine Sondernutzungserlaubnis beim Ordnungsamt erforderlich – Beantragung dauert ein bis drei Wochen.

Sortierung auf der Baustelle

Die Grundregel: Getrennt gesammelt wird billiger entsorgt als gemischt. Der Preisunterschied zwischen reinem Bauschutt und Mischabfall kann den Faktor drei bis fünf erreichen.

Sortierung in vier Fraktionen: 1. Mineralischer Bauschutt: Beton, Ziegel, Fliesen, Putz – wird recycelt 2. Holz: Türen, Zargen, Paneele – unbehandeltes Holz günstiger als lackiertes 3. Mischabfall: Alles, was sich nicht eindeutig zuordnen lässt – teuerste Fraktion 4. Sondermüll: Asbesthaltige Materialien, alte Farben mit Blei – erfordert zertifizierte Entsorgung

Legen Sie auf der Baustelle von Anfang an getrennte Sammelpunkte an. Die zehn Minuten Einweisung sparen erfahrungsgemäß 30 bis 40 % der Entsorgungskosten.

Treppenhausreinigung während der Bauphase

Die übrigen Mieter haben ein Recht auf ein begehbares, sauberes Treppenhaus. Dieses Recht ist mietrechtlich verankert und wird von Gerichten konsequent gestützt. Mietminderungen wegen verschmutzter Gemeinschaftsflächen während Sanierungsarbeiten werden regelmäßig zugesprochen.

Tägliche Grobreinigung

Am Ende jedes Arbeitstages muss das Treppenhaus im Bereich der Baustelle grob gereinigt werden: Kehren, groben Staub entfernen, offensichtliche Verschmutzungen beseitigen. Das dauert 15 bis 20 Minuten. In der Leistungsbeschreibung sollte die tägliche Treppenhausreinigung als Position enthalten sein.

Regelmäßige Nassreinigung

Zusätzlich ein- bis zweimal pro Woche eine feuchte Reinigung auf den betroffenen Etagen. Gerade Feinstaub, der sich auf Geländern und Fensterbrettern absetzt, ist mit Kehren allein nicht zu entfernen.

Bei längeren Sanierungen (sechs Wochen und mehr) kann es sinnvoll sein, einen professionellen Reinigungsdienst zu beauftragen. Die Kosten lassen sich als Baunebenkosten einrechnen.

Kalkulationsbeispiel: Baustelleneinrichtung und Demontage

65 m²-Wohnung, Baujahr 1968, Paket 2 (Sanierung)

Staubschutzwände (2 Folientüren, Material) Geringer Materialaufwand
Abdeckarbeiten (Vlies, Hartfaserplatten, Treppenhaus) Geringer Materialaufwand
Demontage Bad (Sanitärobjekte, Fliesen, Estrich) Mittlerer Aufwand
Demontage Böden (restliche Räume) Leichter bis mittlerer Aufwand
Rückbau Elektro-Altleitungen Geringer Aufwand
Container 7 m³ (Bauschutt) + Entsorgung Abhängig von Menge und Sortierung
Entsorgung Mischabfall (Big Bags) Teurer als sortenreiner Bauschutt
Treppenhausreinigung (6 Wochen Bauzeit) Geringer laufender Aufwand
Baustromverteiler (Miete, Bauphase) Geringer Aufwand
Gesamtkosten
Gesamt ca. 6–10 % der Gesamtsanierungskosten

Die genauen Kosten hängen von Objektzustand, Region und Sanierungsumfang ab. Für eine verbindliche Kalkulation kontaktieren Sie uns.

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Versicherung während der Bauphase

Ein Thema, das im Sanierungsstart gern vergessen wird: Wer haftet, wenn etwas schiefgeht?

Bauherrenhaftpflichtversicherung

Der Vermieter ist während der Sanierung Bauherr. Damit trägt er die Verkehrssicherungspflicht und haftet für Schäden, die Dritten durch die Baustelle entstehen. Die Bauherrenhaftpflichtversicherung deckt diese Risiken ab. Die Prämien richten sich nach Bauvolumen und Bauzeit.

Wohngebäudeversicherung informieren

Die bestehende Wohngebäudeversicherung muss über die Sanierung informiert werden. Eine Baustelle verändert das Risikoprofil – offene Wasserleitungen, freiliegende Elektrik. Wird die Versicherung nicht informiert, kann sie im Schadensfall die Leistung kürzen.

Bauleistungsversicherung

Schützt das Bauwerk selbst während der Bauphase vor unvorhersehbaren Schäden: Sturm, Starkregen, Vandalismus, Diebstahl. Bei einer Komplettsanierung mit offenen Leitungen eine sinnvolle Absicherung.

Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen zur Baustelleneinrichtung

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Was kostet die Baustelleneinrichtung bei einer Wohnungssanierung?

Die Kosten für Baustelleneinrichtung und Demontage liegen erfahrungsgemäß bei 6 bis 10 % der Gesamtkosten einer Sanierung. Darin enthalten sind Staubschutz, Abdeckarbeiten, Demontage, Container, Entsorgung und Treppenhausreinigung. Bei Asbest-Befund kommen die Sonderentsorgungskosten hinzu, die je nach Umfang erheblich sein können. Die genauen Kosten hängen von Objektzustand, Sanierungspaket und Region ab. Sprechen Sie uns für eine individuelle Kalkulation an.
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Wie lange dauert die Demontage bei einer Wohnungssanierung?

Die Demontage-Dauer hängt vom Sanierungspaket ab. Bei einer 65-m²-Wohnung: Paket 1 (Renovierung) dauert 1–2 Tage, Paket 2 (Sanierung) 2–4 Tage, Paket 3 (Modernisierung) 3–5 Tage. Diese Zeiten gelten für den Regelfall mit einer Kolonne von zwei bis drei Fachkräften. Schadstoffbefunde oder unerwartete Bausubstanzprobleme können die Dauer erheblich verlängern. Ein Zeitpuffer von 20–30 % ist empfehlenswert.
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Muss ich die Mieter im Haus über die Sanierung informieren?

Rechtlich ist eine formelle Modernisierungsankündigung nach § 555c BGB bei einer leerstehenden Wohnung oft nicht erforderlich. Praktisch sollten Sie trotzdem alle Mieter im Haus schriftlich informieren – Aushang im Treppenhaus und Briefkasteneinwurf. Die proaktive Information reduziert Beschwerden erheblich und schützt vor Mietminderungsansprüchen wegen unzumutbarer Beeinträchtigungen.
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Welcher Container ist für eine Wohnungssanierung nötig?

Die Container-Größe richtet sich nach dem Sanierungspaket: Bei einer Renovierung (Paket 1) reichen Big Bags, bei einer Sanierung (Paket 2) ein Absetzcontainer 5–7 m³, bei einer Modernisierung (Paket 3) ein oder zwei Container 7–10 m³. Bestellen Sie den Container mindestens eine Woche vor Baubeginn – in Ballungsgebieten sind Container-Dienste oft ausgebucht. Steht der Container auf öffentlichem Grund, ist eine Sondernutzungserlaubnis beim Ordnungsamt erforderlich (Vorlauf 1–3 Wochen).
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Wann muss ich eine Schadstoffprüfung vor der Demontage machen?

Bei Gebäuden mit Baujahr vor 1995 ist eine Schadstoffprüfung vor der Demontage dringend empfohlen, bei Baujahr vor 1980 faktisch Pflicht. Verdächtig sind: Bodenbeläge mit auffälliger Rückseite (Flex-Platten), Rohrisolierungen mit faseriger Struktur, Nachtspeicheröfen aus den 1960ern/1970ern, Dachpappe mit eingewebten Fasern. Bei jedem Verdacht wird die Demontage sofort gestoppt, bis eine Laboranalyse vorliegt. Die Kosten pro Probe liegen bei wenigen hundert Euro.
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Wie schütze ich das Treppenhaus während der Sanierung?

Abdeckvlies oder Malervlies auf den Treppenstufen und im Flurbereich der betroffenen Etage sollte Standard sein. Bei längeren Sanierungen zusätzlich Hartfaserplatten auf den Stufen. Der Aufzug sollte mit Schutzmatten ausgekleidet werden, wenn er für Materialtransport genutzt wird. Tägliche Grobreinigung (15–20 Min.) am Ende jedes Arbeitstages ist Pflicht. Im Treppenhaus darf kein Material über Nacht stehen – Fluchtweg-Vorschrift der Landesbauordnung.
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In welcher Reihenfolge wird bei einer Sanierung demontiert?

Die Demontage-Reihenfolge ist: 1) Möbel und lose Gegenstände entfernen, 2) Versorgungsleitungen trennen und prüfen (Wasser, Strom, Gas), 3) Einbauten demontieren (Küche, Sanitär, Heizkörper), 4) Bodenbeläge entfernen, 5) Wandbeläge und Deckenverkleidungen entfernen, 6) Installationen rückbauen. Diese Reihenfolge verhindert Beschädigungen und Wasserschäden. Vor Schritt 3 muss unbedingt Schritt 2 abgeschlossen sein.
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Wie spare ich bei der Bauschutt-Entsorgung?

Sortieren auf der Baustelle spart 30–40 % der Entsorgungskosten. Reiner Bauschutt (Ziegel, Beton, Fliesen) kostet deutlich weniger als Mischabfall. Legen Sie von Anfang an getrennte Sammelpunkte an: einen für mineralischen Bauschutt, einen für Holz, einen für Mischabfall, einen für Sondermüll. Weisen Sie die Handwerker am ersten Tag ein. Die zehn Minuten Erklärung zahlen sich bei jeder Komplettsanierung mehrfach aus.

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