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Dachsanierung: Kosten, Dämmung und Förderung 2026

Dachsanierung: Kosten, Dämmung und Förderung 2026

Von der Zwischensparrendämmung bis zur Aufsparrendämmung mit Neueindeckung – wann sich welcher Weg lohnt

Das Dach ist die thermische Schwachstelle Nummer eins im Altbau. Bis zu 30 Prozent der Heizwärme entweichen über ein ungedämmtes Dach – weit mehr als über Fenster oder Außenwände. Wer heute saniert, hat mehrere Wege: die nachträgliche Zwischensparrendämmung von innen, die Aufsparrendämmung im Zuge einer Neueindeckung oder die Kombination mit einer Photovoltaikanlage. Dieser Ratgeber erklärt, welcher Dachaufbau zu welchem Baujahr gehört, was das GEG verlangt und wie BAFA- und KfW-Förderung die Investition spürbar reduzieren.

Kein anderes Bauteil im Eigenheim hat so viele Funktionen gleichzeitig wie das Dach: Wetterschutz, Dämmung, Statik, Gestaltungselement und zunehmend auch Standort für Photovoltaik. Entsprechend komplex ist eine Dachsanierung – und entsprechend groß der Hebel, den sie auf Energieverbrauch, Wohnkomfort und Immobilienwert hat.

Viele Eigenheime aus den 1960er- und 70er-Jahren haben heute noch den originalen Dachaufbau: Tonziegel oder Betondachsteine auf Lattung, darunter eine einfache Folie, dazwischen etwas Glaswolle oder gar nichts. Die Dachschrägen sind innen oft mit Holzverschalung oder Rigipsplatten verkleidet, eine Dampfbremse fehlt. Solche Dächer entsprechen weder den heutigen Komfortansprüchen noch den gesetzlichen Anforderungen – und sie kosten Jahr für Jahr bares Geld bei der Heizrechnung.

Gleichzeitig verlangt das Gebäudeenergiegesetz (GEG §47) spätestens bei einem Eigentümerwechsel eine Mindestdämmung: Entweder die oberste Geschossdecke oder das Dach selbst muss gedämmt sein. Wer ohnehin saniert, sollte diesen Punkt gleich mit erledigen – und die staatliche Förderung mitnehmen.

Dach ist die größte Wärmequelle im Altbau – bis zu 30 % Energieverlust
GEG §47: Pflicht zur Dämmung bei Eigentümerwechsel (Dach oder oberste Geschossdecke)
BAFA/KfW fördern Dachdämmung mit 15–20 % der Kosten, +5 % mit iSFP
Epochen-Übersicht

Dachaufbau nach Baujahr

Je nach Baujahrzehnt Ihres Hauses finden Sie einen unterschiedlichen Dachaufbau vor. Diese Übersicht zeigt den typischen Zustand und wo der Sanierungshebel liegt.

1

Vor 1960

Oberfläche: Tonziegel auf Lattung, Holzschalung, meist KEINE Dämmung

Problem: Ungedämmtes Kaltdach, Dachboden unausgebaut. Bei Ausbau: komplette Neueindeckung mit Aufsparrendämmung sinnvoll

2

1960er

Oberfläche: Betondachsteine oder Ziegel, erste Bitumendachbahn, meist keine oder dünne Dämmung

Problem: Dachstuhl statisch meist noch intakt. Zwischensparrendämmung nachrüsten, Unterspannbahn oft nicht mehr dicht

3

1970er

Oberfläche: Ausgebautes Dachgeschoss, Glaswolle 60–80 mm zwischen Sparren, Bitumen-Unterspannbahn

Problem: Dämmung zu dünn (WLG040), oft ohne Dampfbremse – Feuchteschäden möglich. Aufstocken + Dampfbremse ergänzen

4

1980er

Oberfläche: Mineralwolle 100–140 mm zwischen Sparren, diffusionsoffene Unterspannbahn, teils mit Dampfbremse

Problem: Immer noch unter heutigem Standard (U ≈ 0,35). Untersparrendämmung ergänzen oder komplett erneuern

5

1990er und später

Oberfläche: Mineralwolle 160–200 mm, funktionierende Dampfbremse, moderne Unterspannbahn

Problem: Oft noch akzeptabel (U ≈ 0,24). Bei Neueindeckung auf U ≤ 0,14 upgraden – BAFA-Förderung möglich

Entscheidungshilfe

Welche Dachsanierung für Ihr Haus?

Diese Entscheidungshilfe führt Sie zur passenden Maßnahme – abhängig vom Zustand der Eindeckung, der Dämmung und Ihren Ausbauplänen.

1

Ist die Eindeckung (Ziegel/Dachsteine) undicht, zerbrochen oder älter als 40 Jahre?

Ja Ja

Neueindeckung sinnvoll. Gleich Aufsparrendämmung mitplanen – beste Dämmleistung, keine Wärmebrücken, ideale Ergänzung mit PV-Anlage.

Nein Nein

Weiter prüfen – Eindeckung kann noch 10–20 Jahre halten

2

Ist das Dachgeschoss ausgebaut oder soll ausgebaut werden?

Ja Ja

Zwischensparrendämmung mit moderner Dämmstärke (180–240 mm, WLG032 oder besser) – von innen nachrüstbar ohne Gerüst.

Nein Nein

Einfachste Lösung: oberste Geschossdecke dämmen (ca. 200 mm Mineralwolle begehbar verlegen) – erfüllt GEG §47

3

Ist eine Photovoltaikanlage geplant?

Ja Ja

Eindeckung UND PV in einem Schritt planen. Aufsparrendämmung + neue Ziegel + PV spart Rüstkosten und bringt optimale Synergien. Indach-PV als Alternative prüfen.

Nein Nein

Dach trotzdem PV-vorbereiten lassen (Statik, Kabelschacht) – spart spätere Nachrüstkosten

4

Sind Gauben, Dachfenster oder Dachflächenfenster gewünscht?

Ja Ja

In Neueindeckung integrieren – gleicher Handwerker, gleiches Gerüst, bessere Anschlussdetails. Velux-Standard (Holz, 3-fach-Verglasung) empfohlen.

Nein Nein

Bestandsfenster prüfen: Dichtungen, Verglasung, Eindeckrahmen. Bei älteren Fenstern Austausch im Zuge der Dachsanierung sinnvoll

Dachaufbau-Generationen: Was steckt unter den Ziegeln?

Bevor Sie eine Sanierung planen, sollten Sie wissen, was auf Ihrem Dach liegt. Die Konstruktion unterscheidet sich je nach Baujahr erheblich und bestimmt, welche Dämmstrategie funktioniert.

Unbelüftetes Dach (Warmdach): Die Dämmung liegt direkt unter der Eindeckung, ohne Luftschicht. Vorteil: platzsparend, hohe Dämmleistung. Nachteil: Sehr sorgfältige Dampfbremse erforderlich, sonst drohen Feuchteschäden. Typisch bei modernen Neubauten und bei Aufsparrendämmung.

Belüftetes Dach (Kaltdach): Zwischen Dämmung und Eindeckung gibt es eine Luftschicht, oft 4–6 cm. Vorteil: Feuchtigkeit kann nach oben entweichen, Bauphysik robuster. Nachteil: Weniger Dämmstärke im gleichen Querschnitt. Typisch bei Altbauten der 1960er/70er.

Zweischaliges Dach: Sonderform mit zwei getrennten Dachschichten. Heute selten, bei Ausbauten meist auf Warmdach umgebaut.

Für die Sanierung gilt: Je besser Sie den Bestand verstehen, desto gezielter lässt sich die Maßnahme planen. Ein Blick in den Dachstuhl (Sparrenstärke, vorhandene Dämmung, Unterspannbahn) gehört zu jeder Besichtigung – idealerweise mit einem Energieberater oder Dachdecker, nicht nur auf Fotos.

Dämmmethoden im Vergleich: Zwischen, Auf oder Unter?

Es gibt drei klassische Methoden, ein Schrägdach zu dämmen. Jede hat ihre Stärken – und ihre typischen Einsatzgebiete.

| Methode | Wo? | Vorteil | Einschränkung | |---------|-----|---------|---------------| | Zwischensparrendämmung | Zwischen den Sparren | Von innen nachrüstbar, kein Gerüst, günstig | Begrenzt durch Sparrenhöhe (meist 140–180 mm) | | Aufsparrendämmung | Auf den Sparren, unter Eindeckung | Keine Wärmebrücken, volle Dämmstärke, beste Werte | Nur bei Neueindeckung sinnvoll, höhere Kosten | | Untersparrendämmung | Unter den Sparren, innen | Ergänzung zur Zwischensparrendämmung | Reduziert Raumhöhe, nicht alleinig tragfähig |

Zwischensparrendämmung ist der Standardweg bei der Altbausanierung. Die Dämmung wird in den Hohlraum zwischen den Sparren geklemmt, darauf kommen Dampfbremse und Innenverkleidung (Gipskarton, Holz). Entscheidend ist die Sparrenhöhe: Bei 140 mm alten Sparren sind moderne U-Werte nur mit sehr guten Dämmstoffen (WLG032) und zusätzlicher Untersparrendämmung erreichbar.

Aufsparrendämmung ist bauphysikalisch die beste Lösung. Die komplette Dämmschicht liegt außen, wie eine Mütze über dem Dachstuhl. Keine Wärmebrücken durch die Sparren, volle Dämmstärke frei wählbar, innen bleibt die Raumhöhe unverändert. Der Haken: Sie lohnt sich nur bei einer Neueindeckung – sonst muss die komplette Eindeckung zweimal gemacht werden.

Untersparrendämmung ergänzt eine bestehende Zwischensparrendämmung. Meist 40–60 mm zusätzlich, als Installationsebene geeignet (Leitungen können davor verlegt werden, ohne die Dampfbremse zu durchstoßen). Alleinig ist sie nicht ausreichend.

Dampfbremse und Feuchteschutz: Der unterschätzte Kern

Die wichtigste Schicht bei einer Dachdämmung sieht niemand – und genau deshalb wird sie oft schlampig verarbeitet. Die Dampfbremse verhindert, dass feuchte Raumluft in die Dämmung eindringt und dort kondensiert. Ohne sie droht Schimmel, Holzfäule und eine durchnässte Dämmung, die ihre Wirkung verliert.

Dampfsperre vs. Dampfbremse:

  • Dampfsperre (sd > 100 m): Blockiert Feuchtigkeit praktisch vollständig. Kaum noch im Hochbau verwendet, weil zu fehleranfällig.
  • Dampfbremse (sd 2–100 m): Reduziert den Feuchtedurchgang, lässt aber geringe Mengen passieren. Feuchteadaptive Folien passen sich im Sommer an und lassen Rücktrocknung zu – heutiger Standard.

Verarbeitung ist alles:

  • Bahnen überlappen (mindestens 10 cm) und mit passendem Klebeband luftdicht verkleben
  • Durchdringungen (Leitungen, Rohre) mit Manschetten abdichten
  • Anschlüsse an Giebel, Traufe und First mit dauerhaft elastischem Dichtstoff ausführen
  • Bei Untersparrendämmung: Leitungen vor der Dampfbremse führen, nicht dahinter

Ein typischer Fehler in 70er-Jahre-Ausbauten: Dampfbremse fehlt komplett oder ist bei Steckdosen und Leuchtenauslässen perforiert. Feuchte Luft zieht in die Dämmung, kondensiert am kalten Dachstuhl – nach 10–15 Jahren sind die Sparren verrottet. Solche Schäden sind teuer zu beheben und oft erst sichtbar, wenn es zu spät ist.

Der Blower-Door-Test (Luftdichtheitsmessung) nach der Sanierung dokumentiert die korrekte Ausführung und ist für KfW-Förderung Pflicht.

Eindeckung: Ziegel, Dachsteine, Schiefer oder Metall?

Die Eindeckung prägt den Charakter Ihres Hauses. Sie soll Jahrzehnte halten, zur Region passen und gleichzeitig zum Budget. Fünf Materialien stehen typischerweise zur Wahl.

Tondachziegel: Der Klassiker. Natürlicher Rohstoff, frostsicher, langlebig (80–100 Jahre), in vielen Formen erhältlich (Biberschwanz, Doppelmuldenfalz, Reformziegel). Farben von Naturrot über Braun bis Anthrazit. Bei regionalen Bebauungsplänen oft vorgeschrieben. Optik unschlagbar hochwertig.

Betondachsteine: Aus Zement, Quarzsand und Eisenoxid. Günstiger als Tonziegel, ähnliche Lebensdauer (60–80 Jahre). Oberfläche kann mit den Jahren veralgen oder Farbe verlieren. Schwerer als Tonziegel – Statik prüfen.

Schiefer: Natursteinschindeln, extrem langlebig (80–150 Jahre), aber wartungsintensiv beim Verlegen. Charakteristische Optik, in NRW historisch verwendet (Sauerland, Eifel). Hochpreisig, aber unverwechselbar.

Metall (Zink, Aluminium, Kupfer): Modern, für flache Dachneigungen (bis 7° möglich), sehr langlebig. Stehfalz-Verlegung wirkt architektonisch markant. Nachteile: Regen ist lauter hörbar, Wärmeausdehnung muss konstruktiv berücksichtigt werden. Gute Ergänzung für moderne Anbauten oder Gauben.

Dachschindeln (Bitumen): Günstig, schnell verlegt, für einfache Konstruktionen wie Carports oder Gartenhäuser geeignet. Im Wohnhausbau selten – Lebensdauer unter 30 Jahre.

Neurealis setzt in Dortmund und Bochum überwiegend Tonziegel oder Betondachsteine ein – sie passen zum regionalen Baustil, sind wirtschaftlich und haben bewährte Anschlussdetails. Bei Sonderwünschen (Schiefer, Metall) arbeiten wir mit spezialisierten Dachdeckerbetrieben zusammen.

Dachfenster, Gauben und Solaranlagen im Dach

Ein saniertes Dach bietet die Chance, das Dachgeschoss aufzuwerten. Drei Elemente sind besonders häufig gefragt.

Dachflächenfenster: Der Marktführer Velux hat sich als Quasi-Standard etabliert, Roto und Fakro sind gleichwertige Alternativen. Empfohlen werden heute Modelle mit 3-fach-Verglasung (Uw ≤ 1,0 W/m²K), Holz-Innenrahmen und elektrischer Bedienung (Hitzeschutz wichtig!). Beim Einbau entscheidend: Eindeckrahmen passend zur Eindeckung wählen, Innenfutter mit Dampfbremse sauber anschließen, Außenrolladen oder Hitzeschutzmarkise für Südseite einplanen.

Gauben: Sie schaffen senkrechte Wandflächen mit voller Fenstergröße und erweitern den nutzbaren Wohnraum erheblich. Typen: Schleppgaube (einfach, flach), Satteldachgaube (klassisch), Walmgaube (höherwertig, aufwändiger). Statisch sind Gauben anspruchsvoll – der Dachstuhl muss entsprechend ausgeführt oder verstärkt werden. Bei einer Neueindeckung lassen sich Gauben im gleichen Arbeitsgang integrieren, was Kosten spart.

Photovoltaik und Dach – die neue Pflichtkombination: Seit 2026 schreibt NRW bei umfassenden Dachsanierungen eine PV-Anlage vor (je nach Gebäudetyp und Dachfläche). Auch ohne Pflicht ergibt die Kombination Sinn: Wer einmal das Gerüst steht und das Dach öffnet, sollte die PV gleich mitmachen. Zwei Varianten:

  • Aufdach-PV (Standard): Module auf Schienen über der Eindeckung. Einfach, wartungsfreundlich, austauschbar.
  • Indach-PV (Integriert): Module ersetzen die Ziegel. Optisch dezent, teurer, aber bei Aufsparrendämmung + Neueindeckung eine elegante Lösung.

Die Statik muss bei beiden Varianten geprüft werden – moderne Dächer sind dafür ausgelegt, ältere Dachstühle manchmal nicht.

Regenrinne, Schornstein und Anschlussdetails

Bei einer Dachsanierung werden oft die großen Themen diskutiert – Dämmung, Ziegel, PV. Die Details entscheiden aber darüber, ob das Dach am Ende wirklich dicht ist und lange hält.

Regenrinne und Fallrohr: Alte verzinkte Rinnen aus den 1960ern sind häufig durchgerostet. Moderne Alternativen: Zink (60–80 Jahre Haltbarkeit, klassische Optik), Aluminium (leicht, farbig pulverbeschichtet), Kupfer (edel, sehr langlebig, teurer). Bei der Sanierung Rinne und Fallrohre komplett erneuern – halbfertige Lösungen sind kaum günstiger, aber deutlich kürzer haltbar.

Schornstein: Bei der Dachsanierung wird oft sichtbar, dass der Schornstein Sanierungsbedarf hat. Typische Arbeiten: Kopf neu verputzen oder verklinkern, Abdeckplatte erneuern, Anschlussblech an die Eindeckung neu eindichten. Wenn die Heizung ohnehin getauscht wird (Gas raus, Wärmepumpe rein), kann der Schornstein teils zurückgebaut werden – das spart laufende Kaminfegerkosten.

Anschlussbleche: An jeder Durchdringung (Schornstein, Dachfenster, Dunstrohre) sind Anschlussbleche erforderlich. Zink oder Aluminium, fachgerecht mit der Eindeckung verkrümpt. Hier entstehen die meisten Undichtigkeiten – ein Indiz für schlechte Handwerksqualität.

Dachrinnenheizung und Schneefanggitter: In NRW meist verzichtbar, bei Gauben oder exponierten Lagen empfehlenswert. Schneefanggitter sind an Giebelseiten über Eingängen oder Terrassen Pflicht, wenn Personen gefährdet werden könnten – die Bauordnung regelt das.

GEG §47 und BEG-Förderung: Was der Staat vorschreibt und fördert

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) macht seit 2020 konkrete Vorgaben für die Dachdämmung – und die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt Eigenheimbesitzer dabei finanziell.

GEG §47 – Die Nachrüstpflicht:

Für Wohngebäude mit beheiztem Dachraum gilt: Entweder das Dach oder die oberste Geschossdecke muss so gedämmt sein, dass ein U-Wert von 0,24 W/m²K unterschritten wird. Die Pflicht greift spätestens zwei Jahre nach einem Eigentümerwechsel. Ausnahmen gelten für Ein- und Zweifamilienhäuser, die seit 2002 selbst bewohnt sind – wer sein Haus hingegen kürzlich gekauft hat, muss nachrüsten.

BEG-Förderung Einzelmaßnahmen (BAFA):

  • Grundförderung: 15 % der förderfähigen Kosten als Zuschuss
  • iSFP-Bonus: +5 % bei Durchführung laut individuellem Sanierungsfahrplan (Gesamt 20 %)
  • Maximale förderfähige Kosten: 30.000 € pro Wohneinheit und Jahr (mit iSFP 60.000 €)
  • Anforderung: U-Wert Dach ≤ 0,14 W/m²K – das erfordert etwa 200 mm WLG024 oder 220 mm WLG032

KfW 261 – Komplettsanierung zum Effizienzhaus:

Wer das Dach gemeinsam mit anderen Maßnahmen (Heizung, Fassade, Fenster) auf Effizienzhaus-Niveau bringt, kann statt BAFA-Zuschuss einen zinsverbilligten Kredit mit Tilgungszuschuss beantragen. Je nach erreichter Effizienzklasse (EH 85, 70, 55, 40) beträgt der Tilgungszuschuss 5–45 %.

Wichtig: Antrag VOR Auftragserteilung stellen. Nachträgliche Förderanträge werden abgelehnt. Und: Ein Energieberater (DENA-gelistet) muss die Maßnahme begleiten – dessen Honorar wird separat gefördert.

Konkrete Preise und individuelle Festpreisrahmen für Ihr Dachprojekt finden Sie auf unserer Preisseite.

Checkliste

Checkliste: Dachsanierung Schritt für Schritt

Diese 12 Punkte sollten Sie vor, während und nach der Dachsanierung abarbeiten.

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Aus der Praxis

Praxis-Tipps

Nicht nur die Eindeckung tauschen – Dämmung mitdenken

Wer nur die Ziegel erneuert, ohne die Dämmung zu verbessern, verpasst die wirtschaftlich beste Gelegenheit. Das Gerüst steht, die Dachhaut ist offen – der Mehraufwand für eine Aufsparrendämmung beträgt oft nur 20–30 % der reinen Eindeckungskosten, bringt aber den größten Energieeffekt. Andersrum: Nur die Dämmung nachrüsten ohne Eindeckung ist bei alten Ziegeln meist Stückwerk.

Dampfbremse: Der Schimmel-Killer

Die Dampfbremse ist das unsichtbare Herzstück der Dachdämmung. Eine schlampig verklebte oder perforierte Bremse führt nach 10–15 Jahren zu durchnässter Dämmung, Schimmel und Holzfäule. Lassen Sie die Ausführung vom Energieberater oder einem Zweitgutachter abnehmen – nicht nur vom ausführenden Betrieb selbst.

Förderantrag immer vor dem Handwerker-Auftrag

BAFA und KfW fördern nur, wenn der Antrag VOR der Auftragserteilung gestellt wurde. Keine Ausnahmen. Planen Sie 4–8 Wochen vor Baubeginn ein: Energieberater, iSFP erstellen lassen (falls gewünscht, +5 % Bonus), Antrag einreichen, Zuwendungsbescheid abwarten. Wer zu spät kommt, verliert 15–20 % der Kosten.

PV jetzt gleich mitmachen, nicht später

Die Kombination Dachsanierung + Photovoltaik ist wirtschaftlich unschlagbar. Gleiches Gerüst, abgestimmte Statik, einheitliche Planung. Eine nachträgliche PV auf saniertem Dach kostet deutlich mehr als eine integrierte Lösung. In NRW wird PV bei großen Dachsanierungen seit 2026 ohnehin Pflicht – also lieber gleich richtig planen.

Gerüststandzeit knapp kalkulieren

Ein Dachgerüst kostet pro Woche Geld. Wenn Dachdecker, Spengler, Elektriker (für PV) und eventuell Fensterbauer koordiniert werden müssen, lohnt sich ein Generalunternehmer mit klarer Taktung. Neurealis koordiniert in Dortmund und Bochum alle Gewerke aus einer Hand – feste Termine, fester Preis, keine Leerläufe am Gerüst.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

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Was kostet eine Dachsanierung im Einfamilienhaus?

Der Rahmen hängt stark vom Umfang ab: reine Dämmung der obersten Geschossdecke, Zwischensparrendämmung mit Innenausbau, Aufsparrendämmung mit Neueindeckung oder Komplettlösung mit PV. Neurealis erstellt Festpreisangebote nach Besichtigung – konkrete Rahmenwerte finden Sie auf unserer Preisseite.
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Muss ich mein Dach dämmen, wenn ich ein Haus kaufe?

Nach GEG §47 ja, wenn das Dach bisher ungedämmt ist. Die Pflicht greift spätestens zwei Jahre nach dem Eigentumsübergang. Alternative: Die oberste Geschossdecke kann statt des Dachs gedämmt werden – günstiger, wenn der Dachboden nicht ausgebaut ist.
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Zwischensparrendämmung oder Aufsparrendämmung – was ist besser?

Bauphysikalisch ist die Aufsparrendämmung überlegen: keine Wärmebrücken durch die Sparren, volle Dämmstärke, Raumhöhe bleibt. Sie lohnt sich aber nur bei einer ohnehin anstehenden Neueindeckung. Zwischensparrendämmung ist die pragmatische Lösung, wenn die Eindeckung noch gut ist – von innen nachrüstbar, ohne Gerüst, deutlich günstiger.
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Wie lange dauert eine Dachsanierung?

Reine Zwischensparrendämmung von innen: 1–2 Wochen. Neueindeckung eines Einfamilienhauses mit Aufsparrendämmung: 3–5 Wochen bei trockenem Wetter. PV-Installation: zusätzlich 2–4 Tage. Gauben und Dachfenster können im gleichen Zeitrahmen integriert werden, wenn sie vorab geplant sind.
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Welche Förderung gibt es für die Dachdämmung 2026?

BAFA fördert Einzelmaßnahmen mit 15 % der Kosten (+5 % mit iSFP), bis maximal 60.000 € förderfähige Kosten pro Wohneinheit und Jahr. KfW 261 bietet bei Komplettsanierung auf Effizienzhaus-Niveau Tilgungszuschüsse bis 45 %. U-Wert-Anforderung: ≤ 0,14 W/m²K beim Dach. Antrag vor Auftragserteilung!
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Brauche ich einen Energieberater für die Dachsanierung?

Für die Grundförderung über BAFA ist ein Energieeffizienz-Experte (DENA-Liste) zwingend vorgeschrieben. Sein Honorar wird zu 50 % bezuschusst. Für den iSFP-Bonus (+5 %) sowieso – ohne individuellen Sanierungsfahrplan keine Boni. Rechnet sich in jedem Fall.
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Kann ich die Photovoltaikanlage später nachrüsten?

Technisch ja, wirtschaftlich oft unklug. Ein zweites Gerüst, eventuell Ziegel nochmal öffnen, neue Anschlussbleche – die Zusatzkosten übersteigen schnell die vermeintlichen Ersparnisse. Wer bei der Dachsanierung zumindest die Statik, Kabelschächte und Haltepunkte vorbereitet, kann PV auch später mit überschaubarem Aufwand ergänzen.

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Normen & Quellen

  • GEG §47: Nachrüstpflichten für die oberste Geschossdecke bzw. Dach bei Eigentümerwechsel
  • DIN 4108-2: Wärmeschutz im Hochbau – Mindestanforderungen an den Wärmeschutz
  • DIN 4108-3: Klimabedingter Feuchteschutz – Anforderungen an Dampfbremsen und Dampfsperren
  • Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH): Geneigte Dächer, Eindeckungen, Abdichtungen
  • BEG Richtlinie Einzelmaßnahmen (BAFA): Bundesförderung für effiziente Gebäude – Dachdämmung
  • KfW-Förderprogramm 261: Wohngebäude-Kredit mit Tilgungszuschuss
  • DIN EN 13162: Mineralwolle-Dämmstoffe – Wärmeleitgruppen (WLG)

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