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Entrümpelung vor der Sanierung
Praxis

Entrümpelung vor der Sanierung

Kosten, Ablauf – und wer am Ende zahlt

Eine normal möblierte 65-m²-Wohnung ergibt beim Räumen 20 bis 25 Kubikmeter Räumgut, eine vermüllte das Doppelte bis Dreifache. Bevor saniert werden kann, muss das alles raus – sortiert, nachweispflichtig entsorgt und idealerweise ohne Lücke zwischen Räumung und Baubeginn.

Geerbt, verwahrlost zurückbekommen oder schlicht voll: Bevor eine Wohnung saniert werden kann, muss sie leer sein. Die Entrümpelung ist dabei mehr als Müll wegfahren – sie entscheidet über den Starttermin der Sanierung, taucht in der Kautionsabrechnung auf und beschäftigt im Erbfall sogar das Nachlassrecht.

In der Praxis begegnet uns die Entrümpelung fast immer als erster Schritt eines größeren Projekts: Die geerbte Wohnung soll vermietet werden. Die Mietwohnung kommt vermüllt zurück. Die Messie-Wohnung braucht nach der Räumung ohnehin neue Böden, ein neues Bad, neue Elektrik. Deshalb übernehmen wir die Entrümpelung komplett – als ersten Bauabschnitt der Sanierung, mit einem Terminplan und einem Ansprechpartner für alles.

Dieser Ratgeber zeigt, welche Faktoren die Kosten bestimmen, wer in welcher Konstellation zahlt – Mieter, Vermieter, Erben oder Sozialamt – und wie der Ablauf in fünf Schritten aussieht.

Festpreis nach Besichtigung: Volumen und Vermüllungsgrad entscheiden
Wer zahlt: Mieter, Erben, Vermieter oder Sozialamt – die Rechtslage
Räumung + Sanierung als ein Projekt: kein Leerstand zwischen den Gewerken

Wann eine Entrümpelung nötig ist

Leergeräumte Wohnung nach der Entrümpelung als erster Schritt vor der Sanierung
Vor Entkernung und Umbau muss die Wohnung vollständig geräumt sein.
Vier Situationen führen in der Praxis fast immer zur Entrümpelung – und in drei davon steht danach ohnehin eine Sanierung an.

Der Erbfall. Eine geerbte Wohnung ist selten leer. 40 Jahre Hausstand, Keller und Dachboden voll, dazwischen Urkunden, Schmuck und Erinnerungsstücke. Bevor vermietet oder verkauft werden kann, muss der komplette Hausrat raus – sortiert, nicht einfach weggekippt.

Die Messie-Wohnung. Hier geht es nicht um Möbel, sondern um Müllschichten, die sich über Jahre aufgebaut haben. Unter dem Müll kommen häufig Substanzschäden zum Vorschein: durchfeuchtete Böden, Schimmel, beschädigter Estrich. Mehr dazu weiter unten im Sonderfall-Kapitel.

Die verwahrloste Mietwohnung. Der Mieter ist ausgezogen, abgetaucht oder wurde geräumt – zurück bleibt eine Wohnung voller Sperrmüll. Für Vermieter die ärgerlichste Variante, weil die Kostenfrage juristisch klar, wirtschaftlich aber oft ungelöst ist.

Planmäßig vor der Sanierung. Auch eine normal möblierte Wohnung muss vor Entkernung und Umbau leer sein. Einbauküche, Teppichböden, alte Möbel: Was bei der Sanierung ohnehin fliegt, gehört auf die Räumliste.

In allen vier Fällen gilt: Die Entrümpelung ist kein Selbstzweck, sondern der erste Bauabschnitt. Wer sie getrennt vom Sanierungsprojekt beauftragt, bezahlt zweimal Organisation und verliert Zeit zwischen den Gewerken.

Was die Kosten einer Entrümpelung bestimmt

Seriös kalkuliert wird eine Entrümpelung über drei Größen: Volumen, Personalstunden und Entsorgungsgebühren. Konkrete Preise nennen wir grundsätzlich erst nach einer Besichtigung – dann aber als Festpreis. Die Faktoren dahinter lassen sich trotzdem transparent erklären.

Räumvolumen statt Wohnfläche. Entscheidend ist nicht die Quadratmeterzahl, sondern die Kubikmeter Räumgut. Eine normal möblierte 65-m²-Wohnung füllt erfahrungsgemäß rund drei Absetzcontainer, eine vermüllte gleicher Größe schnell das Doppelte bis Dreifache.

Vermüllungsgrad. Die Branche unterscheidet grob fünf Stufen, von normal möbliert bis zur massiven Vermüllung mit organischen Abfällen. Zwischen Stufe 1 und Stufe 5 liegt beim Aufwand schnell der Faktor drei bis vier – wegen Schutzausrüstung, Sortieraufwand und Sondermüllanteil.

Etage und Trageweg. Dritter Stock ohne Aufzug heißt: jedes Sofa, jeder Schrank, jeder Sack über die Treppe. Das schlägt direkt auf die Personalstunden durch. Erdgeschoss mit Stellfläche vor der Tür ist die günstigste Konstellation.

Abfallarten. Sperrmüll ist günstig zu entsorgen, Sondermüll nicht: Altfarben, Chemikalien, Kühlgeräte und Elektroschrott müssen getrennt erfasst und nachweispflichtig entsorgt werden.

Wertanrechnung. Gut erhaltene Möbel, Antiquitäten oder Sammlungen können den Preis senken – seriös allerdings nur nach ehrlicher Begutachtung, nicht als Lockangebot.

Zusatzleistungen wie Teppich- und Tapetenentfernung, Desinfektion oder Geruchsneutralisation kommen je nach Zustand dazu – sinnvoll vor allem dann, wenn danach ohnehin saniert wird.

Wer zahlt die Entrümpelung?

Die Kostenfrage hängt komplett an der Konstellation – und hier lohnt Präzision, weil viel Halbwissen kursiert.

Der Mieter. Nach § 546 BGB muss der Mieter die Wohnung bei Auszug geräumt zurückgeben. Lässt er Hausrat zurück, kann der Vermieter die Räumungskosten als Schadensersatz geltend machen und mit der Kaution verrechnen. Die juristische Lage ist klar – die wirtschaftliche oft nicht: Ist der Mieter zahlungsunfähig oder unauffindbar, bleibt der Anspruch auf dem Papier.

Der Vermieter. Faktisch trägt er die Kosten immer dann, wenn beim Mieter nichts zu holen ist. Der Trost: Entrümpelungskosten zur Wiedervermietung sind als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung absetzbar – Rechnung und Entsorgungsnachweise aufbewahren.

Die Erben. Mit Annahme der Erbschaft gehen alle Pflichten über, auch die Räumung der Wohnung (§ 1922 BGB). Wichtig: Die Ausschlagung ist nur innerhalb von sechs Wochen möglich (§ 1944 BGB) – und wer vorher die Wohnung ausräumt und Gegenstände verwertet, riskiert, die Erbschaft damit stillschweigend anzunehmen. Bei überschuldetem Nachlass also erst die Erbfrage klären, dann räumen lassen. Schlagen alle Erben aus, bleibt die Räumung in der Praxis am Eigentümer hängen.

Das Sozialamt. Eine generelle Kostenübernahme gibt es nicht. Im Einzelfall übernimmt das Sozialamt die Wohnungsauflösung – etwa beim Umzug einer bedürftigen Person ins Pflegeheim (Hilfe in sonstigen Lebenslagen nach SGB XII). Zwei Bedingungen sind praktisch immer entscheidend: nachgewiesene Bedürftigkeit und Antrag vor der Beauftragung. Wer erst räumen lässt und dann fragt, geht fast immer leer aus.

Für Selbstnutzer gibt es zusätzlich den Steuerbonus: 20 % der Arbeitskosten sind als haushaltsnahe Dienstleistung absetzbar (§ 35a EStG, bis 4.000 € pro Jahr) – Voraussetzung sind eine Rechnung mit ausgewiesenen Arbeitskosten und unbare Zahlung.

Ablauf einer Entrümpelung in 5 Schritten

Geräumter Raum mit Gerüst zu Beginn der Sanierung nach der Entrümpelung
Nach der besenreinen Übergabe beginnt direkt der nächste Bauabschnitt.
So läuft eine Entrümpelung bei uns ab – vom ersten Termin bis zur besenreinen Übergabe.

Schritt 1: Besichtigung und Festpreis. Wir sehen uns jede Wohnung vor Ort an: Räumvolumen, Vermüllungsgrad, Trageweg, Sondermüllanteil, verwertbare Gegenstände. Daraus entsteht ein Festpreis-Angebot – keine Schätzung, die auf der Rechnung plötzlich wächst.

Schritt 2: Vorbereitung. Container bestellen, bei engen Straßen eine Halteverbotszone beantragen, Hausverwaltung und Nachbarn informieren. Sie sichern vorab persönliche Dokumente und Wertsachen – oder beauftragen uns, gezielt danach zu suchen.

Schritt 3: Räumung. Raum für Raum, mit fester Sortierlogik: Wertgegenstände und Dokumente beiseite, Wertstoffe getrennt, Sperrmüll in den Container, Sondermüll separat erfasst. Einbauküchen, Lampen und fest verschraubte Möbel demontieren wir mit.

Schritt 4: Fachgerechte Entsorgung. Jede Abfallart geht den vorgeschriebenen Weg – Wertstoffhof, Schadstoffannahme, Elektroschrott-Rücknahme. Sie erhalten die Entsorgungsnachweise für Ihre Unterlagen, wichtig fürs Finanzamt und im Streitfall mit dem Vormieter.

Schritt 5: Besenreine Übergabe – oder direkt weiter. Klassisch endet die Entrümpelung besenrein. Bei uns beginnt an diesem Punkt meist der nächste Bauabschnitt: Entkernung, Elektrik, Bad, Böden. Ohne neue Anfahrt, ohne Wartezeit zwischen zwei Firmen.

Zur Dauer als Orientierung: Eine normal möblierte 3-Zimmer-Wohnung räumt ein eingespieltes Drei-Mann-Team in ein bis zwei Tagen. Stark vermüllte Objekte brauchen drei bis fünf Tage, mit Desinfektion auch länger.

Entrümpelung und Sanierung kombinieren

Der häufigste Fehler bei der Projektplanung: Entrümpelung und Sanierung getrennt beauftragen. Das kostet an drei Stellen Geld und Zeit.

Doppelte Organisation. Zwei Firmen bedeuten zwei Besichtigungen, zwei Angebote, zwei Terminpläne – und eine Lücke dazwischen. Zwischen Räumung und Baubeginn vergehen bei getrennter Vergabe erfahrungsgemäß zwei bis sechs Wochen Leerstand. Bei einer Mietwohnung ist das verlorene Miete.

Doppelte Arbeit. Ein Räumtrupp ohne Sanierungsplan lässt stehen, was später doch rausmuss: die Einbauküche, die beim Umbau im Weg ist, den Teppich, unter dem neuer Boden verlegt wird, die Vertäfelung, hinter der die Elektrik erneuert werden soll. Beim kombinierten Projekt steht vor der Räumung fest, was bleibt und was fliegt – die Wohnung wird in einem Durchgang sanierungsfertig gemacht, nicht nur leer.

Geteilte Verantwortung. Fehlt nach der Räumung etwas oder taucht ein Schaden auf, schieben sich zwei Firmen gegenseitig die Zuständigkeit zu. Bei einem Projekt mit einem Ansprechpartner gibt es diese Lücke nicht.

Deshalb bieten wir die Entrümpelung als festen Bestandteil unserer Komplettsanierung an: ein Angebot, ein Terminplan, ein Ansprechpartner – von der vollen Wohnung bis zur Schlüsselübergabe. Wir übernehmen die Räumung komplett und gehen direkt in die Entkernung über.

Sonderfall Messie-Wohnung

Wohnung im Rohbauzustand nach Räumung einer stark vermüllten Messie-Wohnung
Unter dem Müll kommen häufig Substanzschäden zum Vorschein.
Die Messie-Wohnung ist die Königsdisziplin der Entrümpelung – und der Fall, in dem die Kombination mit der Sanierung am meisten Sinn ergibt. Drei Dinge unterscheiden sie von der normalen Räumung.

Der Zustand unter dem Müll ist unbekannt. Erst wenn die Schichten abgetragen sind, zeigt sich die Substanz: durchfeuchtete Estriche, angegriffene Böden, Schimmel hinter Möbelfronten, beschädigte Türen und Zargen. Nach unserer Erfahrung kommt kaum eine stark vermüllte Wohnung ohne anschließende Grundsanierung aus – Bodenaufbau, Malerarbeiten und Bad sind fast immer betroffen.

Geruch und Hygiene. Besenrein reicht hier nicht. Nach der Räumung folgen Grundreinigung, Desinfektion und bei Bedarf eine Geruchsneutralisation per Ozonbehandlung sowie Schädlingsbekämpfung. Erst dann kann ein Gewerk sinnvoll in der Wohnung arbeiten.

Diskretion. Ob Angehörige betroffen sind oder ein Mieter: Niemand möchte, dass die Nachbarschaft zusieht, wie 80 Müllsäcke durchs Treppenhaus getragen werden. Neutrale Fahrzeuge und ein zügiger Ablauf sind hier keine Nettigkeit, sondern Teil der Leistung.

Wie die anschließende Sanierung einer solchen Wohnung abläuft – von der Schadensbewertung bis zur Neuvermietung – steht im eigenen Artikel: Ratgeber: Messie-Wohnung sanieren.

Was beeinflusst die Kosten einer Entrümpelung?

Die wichtigsten Kostentreiber einer Wohnungsentrümpelung im Überblick. Den verbindlichen Festpreis gibt es nach der kostenlosen Besichtigung – vorher ist jede Zahl eine Schätzung.

Räumvolumen (Kubikmeter Räumgut, nicht Wohnfläche)
größter Kostenhebel
Vermüllungsgrad (normal möbliert bis Messie-Stufe 5)
Faktor 3–4 möglich
Etage, Aufzug und Trageweg
bestimmt Personalstunden
Sondermüllanteil: Farben, Chemikalien, Kühlgeräte, E-Schrott
nachweispflichtig
Zusatzleistungen: Desinfektion, Geruchsneutralisation, Demontage
nach Zustand
Wertanrechnung verwertbarer Möbel und Sammlungen
senkt den Preis

Im kombinierten Sanierungsprojekt erscheint die Entrümpelung als eigene Position im Gesamtangebot – ein Festpreis für Räumung und Sanierung zusammen, ohne doppelte Anfahrts- und Organisationskosten.

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Checkliste

Checkliste: Vor der Entrümpelung klären

Diese 10 Punkte sollten Sie abarbeiten, bevor das Räumteam anrückt.

Fortschritt 0 / 10
Aus der Praxis

Praxis-Tipps

Erst Sanierungsplan, dann Räumliste

Was bei der Sanierung ohnehin rausfliegt, sollte schon bei der Entrümpelung mitgehen: Einbauküche, Teppichböden, alte Sanitärmöbel. Das spart einen kompletten Arbeitsgang – und die Wohnung ist nach der Räumung sofort sanierungsfertig statt nur leer.

Bei Erbschaft nicht vorschnell räumen

Die Ausschlagungsfrist beträgt sechs Wochen. Wer vorher den Hausrat verwertet, riskiert die stillschweigende Annahme der Erbschaft – samt aller Schulden. Bei unklarem Nachlass erst rechtlich beraten lassen, dann den Räumtermin machen.

Dokumenten-Karton vereinbaren

Vereinbaren Sie vor der Räumung eine feste Regel: Alles Papierartige und jede Festplatte wandert ungelesen in einen Karton und wird übergeben. So geht nichts verloren – vom Rentenbescheid bis zum Sparbuch der Großmutter.

Sozialamt: Antrag vor Auftrag

Wenn eine Kostenübernahme durch das Sozialamt infrage kommt, gilt eine eiserne Regel: erst Antrag stellen, Bescheid abwarten, dann beauftragen. Nachträgliche Anträge für bereits geräumte Wohnungen werden fast immer abgelehnt.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

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Was kostet es, eine Wohnung entrümpeln zu lassen?

Das hängt von Räumvolumen, Vermüllungsgrad, Etage und Sondermüllanteil ab – deshalb nennen wir Preise erst nach einer kostenlosen Besichtigung, dann aber als verbindlichen Festpreis. Als Orientierung: Zwischen einer normal möblierten und einer stark vermüllten Wohnung gleicher Größe kann beim Aufwand der Faktor drei bis vier liegen. Verwertbare Möbel oder Sammlungen können den Preis senken.
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Bieten Sie die Entrümpelung auch einzeln an?

Wir übernehmen die Entrümpelung im Rahmen eines Sanierungsprojekts – als ersten Bauabschnitt vor Entkernung, Bad, Elektrik oder Böden. Genau darin liegt der Vorteil: Räumung und Sanierung greifen ineinander, ohne Leerlauf und ohne zweite Firma. Wenn Sie nur räumen lassen möchten, ohne danach zu sanieren, sind reine Entrümpelungsdienste die passendere Wahl.
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Wer zahlt die Entrümpelung, wenn der Mieter Müll hinterlässt?

Rechtlich der Mieter: Er muss die Wohnung nach § 546 BGB geräumt zurückgeben, die Räumungskosten sind als Schadensersatz erstattungsfähig und können mit der Kaution verrechnet werden. Praktisch bleibt der Vermieter auf den Kosten sitzen, wenn der Mieter zahlungsunfähig oder unauffindbar ist – dann hilft immerhin der Abzug als Werbungskosten.
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Übernimmt das Sozialamt die Kosten einer Entrümpelung?

Nur im Einzelfall – etwa wenn eine bedürftige Person ins Pflegeheim umzieht und die Wohnungsauflösung nicht selbst zahlen kann (Hilfe in sonstigen Lebenslagen nach SGB XII). Entscheidend: Der Antrag muss vor der Beauftragung gestellt und die Bedürftigkeit nachgewiesen werden. Eine nachträgliche Übernahme bereits beauftragter Räumungen lehnen die Ämter in aller Regel ab.
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Wie lange dauert eine Wohnungsentrümpelung?

Eine normal möblierte 3-Zimmer-Wohnung schafft ein Drei-Mann-Team in ein bis zwei Tagen. Stark vermüllte Wohnungen brauchen drei bis fünf Tage, mit Desinfektion und Geruchsbehandlung entsprechend länger. Im kombinierten Sanierungsprojekt geht es danach nahtlos weiter – die Entkernung startet direkt im Anschluss.
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Was passiert mit brauchbaren Möbeln und Wertgegenständen?

Dokumente, Schmuck, Fotos und offensichtliche Wertgegenstände legen wir während der Räumung konsequent beiseite und übergeben sie Ihnen. Gut erhaltene Möbel, Hausrat oder Sammlungen können verwertet und auf den Preis angerechnet werden. Wegwerfen ist die letzte Option – schon weil jede Tonne Sperrmüll Entsorgungsgebühr kostet.
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Kann ich Entrümpelungskosten von der Steuer absetzen?

Ja, in zwei Varianten: Vermieter setzen die Kosten als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung ab. Selbstnutzer können 20 % der Arbeitskosten als haushaltsnahe Dienstleistung geltend machen (§ 35a EStG, bis 4.000 € pro Jahr). Beide Wege brauchen eine ordentliche Rechnung und unbare Zahlung – Barzahlung erkennt das Finanzamt nicht an.

Entrümpelung und Sanierung in einem Projekt

Sie haben eine volle, verwahrloste oder geerbte Wohnung übernommen und wollen sie vermietbar machen? neurealis übernimmt die komplette Entrümpelung als ersten Bauabschnitt – und saniert direkt im Anschluss: Entkernung, Bad, Elektrik, Böden, Malerarbeiten. Ein Festpreis, ein Terminplan, ein Ansprechpartner.

Oder rufen Sie uns an: 0231 – 997 997 47

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Normen & Quellen

  • § 546 BGB: Rückgabepflicht des Mieters – geräumte Übergabe der Mietsache
  • § 1922, § 1943, § 1944 BGB: Erbschaft, Annahme und Ausschlagung (Sechs-Wochen-Frist)
  • § 564 BGB: Tod des Mieters – Fortsetzung und Kündigung des Mietverhältnisses
  • § 35a EStG: Haushaltsnahe Dienstleistungen – 20 % der Arbeitskosten, max. 4.000 € pro Jahr
  • SGB XII: Sozialhilfe – Kostenübernahme der Wohnungsauflösung im Einzelfall (Hilfe in sonstigen Lebenslagen)
  • KrWG: Kreislaufwirtschaftsgesetz – getrennte Erfassung und nachweispflichtige Entsorgung
  • ElektroG: Elektro- und Elektronikgerätegesetz – Rücknahmepflicht für Altgeräte

Volle Wohnung übernommen?

Wir räumen, entsorgen und sanieren in einem Projekt – mit Festpreis, festem Termin und einem Ansprechpartner für alle Gewerke.

0231 – 58 68 85 60

Mo–Fr 7–21, Sa+So 7–18 Uhr erreichbar

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