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Photovoltaik für Eigenheim: Kosten, Speicher, Förderung 2026

Photovoltaik für Eigenheim: Kosten, Speicher, Förderung 2026

Von der Dimensionierung bis zur Wärmepumpen-Kopplung – der Praxisratgeber für Eigennutzer

Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Einfamilienhaus ist 2026 keine Spielerei mehr, sondern nüchterne Rechnerei. Strompreise über 35 ct/kWh, Null-MwSt auf die Anschaffung und dynamische Stromtarife machen Eigenstrom zum klar günstigsten Strom. Entscheidend ist die richtige Dimensionierung: Zu klein verschenkt Potenzial, zu groß bindet unnötig Kapital. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie Ihre PV-Anlage auf Verbrauch, Wärmepumpe und Wallbox abstimmen – und welche Förderung sich wirklich lohnt.

Ausführung durch neurealis: Dortmund, Bochum & östliches Ruhrgebiet

Der klassische Einfamilienhaushalt verbraucht 4.000–5.000 kWh Strom pro Jahr. Kommt eine Wärmepumpe hinzu, steigt der Bedarf auf 7.000–9.000 kWh – bei E-Auto und Wallbox nochmal 2.000–3.000 kWh mehr. Eine durchdachte PV-Anlage mit Speicher deckt 60–80 Prozent dieses Bedarfs aus eigener Produktion.

Seit 2023 gilt für PV-Anlagen bis 30 kWp die Null-MwSt-Regelung nach §12 Abs. 3 UStG. Module, Wechselrichter, Speicher und Montage werden netto abgerechnet – Ersparnis rund 19 Prozent. Ertragsteuern auf den eingespeisten Strom entfallen nach §3 Nr. 72 EStG bis 30 kWp. Dazu kommen zinsgünstige Kredite über das KfW-Programm 270 und regionale Zuschüsse wie progres.nrw.

Faustregel Dimensionierung: Jahresverbrauch / 1.000 × 1,2 ergibt die sinnvolle kWp-Leistung
Null-MwSt auf PV bis 30 kWp – gilt für Module, Wechselrichter, Speicher und Montage
Batteriespeicher-Daumenregel: 1 kWh nutzbare Kapazität pro 1 kWp Anlagenleistung
Entscheidungshilfe

Die richtige PV-Anlage finden

Mit dieser Entscheidungshilfe finden Sie die passende Konfiguration für Ihr Eigenheim – abhängig von Dach, Verbrauch und geplanten Ergänzungen.

1

Dach in den letzten 20 Jahren saniert?

Ja Ja

Aufdachanlage ist die wirtschaftlichste Lösung. Montage in 1–2 Tagen, volle Förderfähigkeit.

Nein Nein

Dachsanierung gemeinsam mit PV planen. Indachanlage oder Solarziegel sparen doppelte Gerüstkosten.

2

Wärmepumpe vorhanden oder geplant?

Ja Ja

Mindestens 10 kWp einplanen, SG-Ready nutzen, Speicher 8–10 kWh für Nachtbetrieb im Winter.

Nein Nein

6–8 kWp reichen meist aus. Speicher optional, lohnt sich ab Strompreis 32 ct/kWh.

3

E-Auto oder Wallbox in Planung?

Ja Ja

Anlage auf 11–12 kWp auslegen, Wallbox mit PV-Überschussladen wählen. Dynamische Lastregelung einbauen.

Nein Nein

Standardauslegung nach Haushaltsverbrauch reicht.

4

Nord- oder Ost/West-Dach?

Ja Ja

Ost/West-Belegung lohnt sich heute – gleichmäßigerer Tagesverlauf, besserer Eigenverbrauch. Nur reines Norddach meiden.

Nein Nein

Süddach ist der Klassiker, maximaler Jahresertrag, ideal für Volleinspeisung oder große Speicher.

5

Strom einspeisen oder selbst nutzen?

Ja Ja

Volleinspeisung bringt ca. 12,8 ct/kWh (Stand 2026) für 20 Jahre – sinnvoll bei wenig Eigenverbrauch.

Nein Nein

Überschusseinspeisung mit ca. 7,9 ct/kWh (Stand 2026). Lohnt sich fast immer durch hohen Eigenverbrauch.

Dimensionierung: Wie viel kWp braucht ein Einfamilienhaus?

Die richtige Anlagengröße bestimmt Wirtschaftlichkeit und Autarkiegrad über 20 Jahre. Unterdimensioniert verschenken Sie Dachfläche, überdimensioniert finanzieren Sie Strom, den Sie billig einspeisen müssen.

Faustregel: Jahresverbrauch in kWh ÷ 1.000 × 1,2 = sinnvolle kWp-Leistung

| Haushaltstyp | Jahresverbrauch | Empfohlene kWp | |--------------|-----------------|----------------| | 2 Personen, kein E-Auto, keine Wärmepumpe | 3.500 kWh | 4–5 kWp | | 4 Personen, klassisch | 4.500 kWh | 6–7 kWp | | 4 Personen + Wärmepumpe | 8.000 kWh | 10–12 kWp | | 4 Personen + Wärmepumpe + E-Auto | 11.000 kWh | 12–15 kWp |

Pro kWp benötigen Sie ca. 5 m² Dachfläche. Dimensionieren Sie lieber eine Nummer größer: Wechselrichter, Gerüst und Montage fallen einmal an – zusätzliche Module kosten kaum mehr, bringen aber 40 Prozent mehr Ertrag.

Ausrichtung und Neigung: Süd mit 30–35 Grad liefert den höchsten Jahresertrag (ca. 1.000 kWh/kWp in NRW). Ost/West erreichen 85–90 Prozent davon, verteilen die Produktion gleichmäßiger – ideal für hohen Eigenverbrauch. Reine Norddächer lohnen sich nicht.

Aufdach, Indach, Solarziegel – welcher Anlagentyp passt?

Die Bauart hängt vom Dachzustand und Ihren optischen Ansprüchen ab. Die meisten Eigenheimbesitzer fahren mit der Aufdachanlage am besten.

Aufdachanlage (Standard): Module auf das bestehende Dach montiert. Schnellste Installation (1–2 Tage), günstigster Preis, gute Hinterlüftung.

Indachanlage: Module ersetzen die Dachdeckung, bündig in der Fläche. Elegante Optik, ca. 15–20 Prozent Mehrkosten. Sinnvoll, wenn die Eindeckung ohnehin erneuert wird – spart doppelte Gerüstkosten und Ziegelmaterial.

Solarziegel: Praktisch unsichtbar, aber Faktor 2–3 teurer als Aufdach, geringerer Wirkungsgrad. Nur bei denkmalgeschützten Gebäuden oder absoluter Optikpriorität.

Fassaden-PV: Erträge ca. 70 Prozent eines Süddachs, liefert aber im Winter gut (flacher Sonnenstand). Sinnvoll als Ergänzung bei großen Fassadenflächen.

Carport oder Terrassenüberdachung: Wenn das Hauptdach ungeeignet ist. Doppelnutzen: Strom und Wetterschutz, bei Wallbox besonders praktisch.

Kombination mit Dachsanierung: Dach älter als 25 Jahre? PV und Dachsanierung zusammen planen – das Gerüst steht ohnehin, und das gemeinsame Gewerk spart einen spürbaren vierstelligen Betrag gegenüber getrennten Maßnahmen. Konkrete Preise: /preise/.

Module und Wechselrichter – worauf es wirklich ankommt

Entscheidend sind Wirkungsgrad, Degradation und Garantie – nicht die Markenvielfalt.

Modultypen im Vergleich:

| Typ | Wirkungsgrad | Bemerkung | |-----|--------------|-----------| | Monokristallin | 20–22 % | Heute Standard, auch in der Budget-Klasse | | Bifazial (Monokristallin) | 21–23 % | Rückseite nutzt reflektiertes Licht, +5–10 % Ertrag | | Polykristallin | 17–19 % | Praktisch ausgelaufen, nicht mehr verbauen | | Dünnschicht (CIGS, CdTe) | 12–16 % | Nur bei Spezialanwendungen (Fassade, flexible Module) |

Moderne PERC- oder TOPCon-Module liefern 420–450 Wp, Degradation unter 0,5 % pro Jahr. Achten Sie auf zwei Garantien: Produktgarantie (min. 12 Jahre) und Leistungsgarantie (85–87 % nach 25 Jahren).

Wechselrichter:

String-Wechselrichter: Alle Module in Reihe, günstig, bewährt, bis 98 % Wirkungsgrad. Nachteil: Verschattung eines Moduls drückt den Ertrag des ganzen Strings.

Modul-Wechselrichter/Optimizer: Eigener Wandler pro Modul, löst Verschattungsprobleme, modulscharfes Monitoring. Aufpreis 10–15 % – sinnvoll bei Teilverschattung durch Gaube, Kamin oder Bäume.

Notstromfähigkeit: Hybridwechselrichter mit Backup-Ausgang versorgen das Haus bei Netzausfall autark. Aufpreis niedriger vierstelliger Bereich – wirtschaftlich begrenzt, da Stromausfälle in Deutschland selten sind.

Batteriespeicher: Wann lohnt er sich?

Ohne Speicher liefert PV nur Strom, wenn die Sonne scheint. Der Preisunterschied ist gewaltig: Einspeisevergütung ca. 7,9 ct/kWh (Stand 2026) gegenüber Bezugspreis 32–38 ct/kWh. Ein Speicher hebt den Autarkiegrad von typisch 30 auf 65–80 Prozent.

Dimensionierung: 1 kWh nutzbare Kapazität pro kWp, bei Wärmepumpe 1,2 kWh. 10 kWp + Wärmepumpe = 10–12 kWh Speicher. Überdimensionierung lohnt nicht: Im Winter wird er nicht voll geladen, im Sommer läuft er tagsüber über.

Batteriechemie: LiFePO4 ist 2026 Standard – 6.000–10.000 Vollzyklen, thermisch stabil, 15–20 Jahre Lebensdauer. NMC-Speicher sind kompakter, aber thermisch anfälliger (3.000–5.000 Zyklen) und werden verdrängt.

AC- oder DC-Kopplung: DC-Kopplung effizienter (eine Wandlung), ideal bei Neuinstallation. AC-Kopplung für Nachrüstung bestehender Anlagen.

Garantie: Min. 10 Jahre auf 70 % Restkapazität, min. 6.000 garantierte Zyklen, Entladetiefe 95–100 % (LiFePO4).

Wann lohnt es sich? Ab Strompreis 32 ct/kWh rechnet sich ein Speicher für die meisten Eigenheime – besonders mit Wärmepumpe oder Wallbox. Ohne Zusatzverbraucher und bei günstigem Tarif lieber in mehr PV-Fläche investieren.

PV und Wärmepumpe: Das ideale Paar

PV und Wärmepumpe ergänzen sich – aber nur wenn sie intelligent zusammenspielen. Parallel betreiben reicht nicht: Die Wärmepumpe läuft sonst genau dann, wenn die PV keinen Strom liefert.

SG-Ready: Standardisierter Steuerkontakt aller modernen Wärmepumpen. Der Energiemanager signalisiert: 'viel Solarstrom – heize auf Vorrat' oder 'wenig Strom – senke Vorlauftemperatur'. Der Warmwasserspeicher wird zur kostenlosen Batterie: Mittags auf 55–60 °C hochgeheizt, deckt er den Bedarf bis zum nächsten Tag.

EEBus: Offenes Protokoll für detailliertere Steuerung – statt vier Zuständen werden echte Lastflüsse und Prognosen ausgetauscht. Bei Neuanlagen darauf achten.

Ergebnis: Ohne Steuerung ca. 30 % Eigenverbrauchsquote. Mit SG-Ready oder EEBus plus Speicher: 60–80 %. Das spart bei 8.000 kWh Verbrauch und 32 ct/kWh einen deutlich vierstelligen Betrag pro Jahr.

Wärmepumpen-Stromtarif: Viele Stadtwerke bieten 4–6 ct/kWh Rabatt bei eigenem Zähler. Bei starker PV-Ausrichtung lohnt der Extratarif oft nicht – rechnen Sie beides durch.

Praxisbeispiel: 10 kWp PV, 10 kWh Speicher, Wärmepumpe, SG-Ready. Gesamtverbrauch 8.000 kWh, davon ca. 5.500 kWh aus eigener Produktion. Netzbezug sinkt auf 2.500 kWh.

E-Mobilität: Wallbox und Überschussladen

Ein E-Auto mit 15.000 km/Jahr braucht ca. 2.500–3.000 kWh. Mit Netzstrom bei 35 ct/kWh ein deutlich vierstelliger Betrag – aus eigener PV ein Bruchteil davon.

PV-Überschussladen: Eine moderne 11-kW-Wallbox passt den Ladestrom dynamisch an den Solarüberschuss an:

  • Volles Überschussladen: nur laden wenn PV reicht (min. 6 A/Phase = 4,1 kW). Bei Wolken pausiert die Ladung.
  • Teilüberschuss: Solarstrom + Netzergänzung – Auto wird garantiert voll, Eigenverbrauch bleibt hoch.
  • Sofortladen: volle 11 kW unabhängig von PV, für eilige Fahrten.

Dynamische Lastregelung (§14a EnWG): Wallboxen ab 11 kW müssen seit 2024 netzdienlich regelbar sein – der Netzbetreiber kann bei Engpässen auf 4,2 kW absenken. Gegenzug: reduzierte Netzentgelte (Modul 1) oder pauschales Entgelt (Modul 2).

Priorität Speicher vs. Wallbox: Im Sommer Speicher zuerst, dann Auto laden. Im Winter Auto priorisieren, weil der Speicher ohnehin nicht voll wird.

Standort: Leitungslänge vom Zählerschrank zur Wallbox kurz halten. Bei Carport-PV ist die Wallbox direkt unter dem Modul angeschlossen.

Einspeisevergütung, MwSt und Steuern 2026

Wer heute eine PV-Anlage bis 30 kWp installiert, profitiert von drei wesentlichen Erleichterungen.

Null-MwSt nach §12 Abs. 3 UStG: Seit Januar 2023 gilt 0 % Umsatzsteuer auf Lieferung und Installation von PV-Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden – für Module, Unterkonstruktion, Wechselrichter, Batteriespeicher, Verkabelung und Montageleistung. Netto-Preis = Brutto-Preis, Ersparnis rund 19 %. Konkrete Paketpreise: /preise/.

Ertragsteuer-Befreiung nach §3 Nr. 72 EStG: Einspeiseerlöse bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern sind einkommensteuerfrei – keine Steuererklärungspflicht, keine EÜR, keine Umsatzsteuer. Bei Anlagen über 30 kWp oder Mehrfamilienhäusern: Steuerberatung vor Installation empfohlen.

Einspeisevergütung (Stand 2026): Feste Vergütung über 20 Jahre nach EEG 2023/2024:

  • Überschusseinspeisung bis 10 kWp: ca. 7,94 ct/kWh
  • Überschusseinspeisung 10–40 kWp Anteil: ca. 6,88 ct/kWh
  • Volleinspeisung bis 10 kWp: ca. 12,60 ct/kWh
  • Volleinspeisung 10–40 kWp Anteil: ca. 10,56 ct/kWh

Die Vergütung sinkt halbjährlich um ca. 1 % (Degression). Maßgeblich ist der Monat der Inbetriebnahme. Überschusseinspeisung lohnt sich für die meisten Eigenheime – Eigenverbrauch spart 32–38 ct/kWh, mehr als jede Einspeisung bringt.

Förderung: KfW 270 und regionale Programme

Programme ändern sich häufig – prüfen Sie vor Antragstellung die aktuelle Version.

KfW 270 – Erneuerbare Energien Standard: Zinsgünstiger Kredit für PV und Batteriespeicher (Stand 2026): bis 100 % der Investitionssumme, Laufzeit bis 20 Jahre, Zinssatz bonitätsabhängig meist unter Bankmarktniveau, tilgungsfreie Anlaufjahre möglich. Antrag über Hausbank, nicht direkt bei der KfW. Zinsvorteil gegenüber klassischem Immobilienkredit häufig 0,5–1,5 Prozentpunkte.

progres.nrw: Landesprogramm NRW für Markteinführung erneuerbarer Energien. Zuschusshöhen und Bedingungen schwanken – aktuelle Infos auf der Website der Bezirksregierung Arnsberg.

Kommunale Programme: Dortmund, Bochum, Essen und andere Städte bezuschussen zeitweise Batteriespeicher, Balkonkraftwerke oder die Installation. Zuschuss meist drei- bis vierstellig pro Anlage. Budgets sind begrenzt – schnell prüfen und beantragen.

Reihenfolge der Antragstellung:

1. Kommunale Zuschüsse: vor Auftragserteilung prüfen und beantragen 2. KfW 270: über Hausbank mit verbindlichem Angebot stellen 3. Auftrag unterschreiben – erst nach Förderzusage 4. Installation 5. Verwendungsnachweis einreichen

Keine Unterschrift vor Förderzusage – nachträgliche Anträge werden abgelehnt.

Ablauf: Von der Planung zur Anmeldung

Von der Idee bis zur laufenden Anlage vergehen typischerweise 3–5 Monate. Die Installation selbst dauert 1–2 Tage – davor und danach steht Papierkram.

Phase 1 – Planung (2–4 Wochen): Dachcheck durch den Installateur (Statik, Ausrichtung, Verschattung, Dachalter). Bei alten Dachstühlen Statiker einbinden – Modul-Last plus Schneelast beachten. Angebot mit Ertragsprognose (PV*SOL o. ä.). Mindestens zwei Vergleichsangebote einholen.

Phase 2 – Netzanmeldung (2–8 Wochen): Netzbetreiber muss Anschlusszusage erteilen – DEW21 in Dortmund, Stadtwerke Bochum. Bei Anlagen bis 30 kWp meist problemlos. Installateur erledigt den Antrag.

Phase 3 – Installation (1–2 Tage): Tag 1: Gerüst, Unterkonstruktion, Modulmontage. Tag 2: Elektroinstallation, Wechselrichter, Speicher, Zählerschrank, Inbetriebnahmeprotokoll. Zählertausch (Zweirichtungszähler) folgt vom Netzbetreiber – bis zu 4 Wochen später.

Phase 4 – Anmeldung: Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur: Pflicht innerhalb eines Monats, sonst keine Einspeisevergütung. Finanzamt-Meldung entfällt unter 30 kWp (§3 Nr. 72 EStG).

Phase 5 – Monitoring: App oder Cloud-Anbindung nutzen. Erste Wochen täglich prüfen, danach monatlich. Ertragseinbrüche eines Moduls sind früh erkennbar, ohne Monitoring erst nach Jahren sichtbar.

Versicherung: Wohngebäudeversicherung um PV-Baustein erweitern (geringer Mehrbeitrag) oder separate PV-Police für Ertragsausfall, Marderbiss und Elektronikschäden – bei Anlagen über 10 kWp oder mit Speicher oft sinnvoller.

Was kostet eine PV-Anlage im Einfamilienhaus?

Ob 6 kWp für den klassischen Haushalt oder 12 kWp mit Speicher und Wallbox – die Investitionshöhe variiert stark. Verbindliche Festpreise für Ihr Projekt finden Sie auf unserer Preisseite. Wir planen und koordinieren die PV-Anlage als Generalunternehmer und arbeiten bei der Installation mit einem spezialisierten Elektrofachbetrieb zusammen.
Checkliste

Checkliste: Photovoltaik fürs Eigenheim planen

Diese 12 Punkte sollten Sie vor und während der PV-Planung sauber abarbeiten.

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Aus der Praxis

Praxis-Tipps

Anlage lieber eine Nummer größer

Gerüst, Wechselrichter und Elektrik fallen einmal an. Zusätzliche Module kosten kaum mehr, bringen aber dauerhaft mehr Ertrag. Wer heute 7 kWp baut und morgen ein E-Auto kauft, ärgert sich zehn Jahre lang. Im Zweifel lieber 10 statt 7 kWp.

Dach und PV in einem Aufwasch

Ist Ihr Dach älter als 25 Jahre? Dann planen Sie Dachsanierung und PV gemeinsam. Das Gerüst steht ohnehin, eine Indachanlage spart zusätzliche Ziegel, und Sie haben die nächsten 40 Jahre Ruhe. Getrennt ausgeführt kostet die Doppel-Baustelle einen spürbaren vierstelligen Betrag mehr – Details siehe [/preise/](/preise/).

Vorsicht bei Billig-Komplettanbietern

Bundesweite Online-Anbieter locken mit Kampfpreisen, arbeiten aber mit wechselnden Subunternehmern – im Schadensfall kommt jahrelang niemand. Ein regionaler Fachbetrieb ist innerhalb weniger Tage vor Ort. Das zählt bei einer 25-Jahre-Anlage.

Monitoring-App von Anfang an nutzen

App oder Cloud-Anbindung von Anfang an nutzen. Erste Wochen täglich auf Ertrag und Fehlermeldungen schauen – verschmutztes Modul oder defekter Optimierer zeigt sich sofort. Ohne Monitoring merken Sie Leistungseinbrüche erst über die Jahresstromrechnung.

Volleinspeisung nur bei wenig Eigenverbrauch

Die Volleinspeisung bringt mit ca. 12,8 ct/kWh (Stand 2026) deutlich mehr als die Überschusseinspeisung. Trotzdem lohnt sie sich für die meisten Eigenheime nicht: Selbst genutzter Solarstrom spart 32–38 ct/kWh Bezugspreis – das ist mehr als jede Einspeisung bringt. Nur bei sehr niedrigem Eigenverbrauch (Ferienhaus, Zweitwohnsitz) rechnet sich Volleinspeisung.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

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Lohnt sich Photovoltaik ohne Batteriespeicher?

Ja. Der Eigenverbrauchsanteil liegt ohne Speicher bei 25–35 % – je nach Tagesrhythmus. Mit Wärmepumpe, Pool oder Home-Office-Lastprofil auch ohne Speicher bis 50 %. Der Speicher erhöht den Autarkiegrad weiter, ist aber keine Voraussetzung für Wirtschaftlichkeit.
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Wie lange dauert die Amortisation einer PV-Anlage 2026?

Bei 35 ct/kWh Strompreis und ordentlichem Eigenverbrauch typisch 10–14 Jahre. Mit Speicher 12–16 Jahre, Autarkiegrad steigt dafür deutlich. Bei 20 Jahren Einspeisevergütungsgarantie und 25+ Jahren Modullebensdauer bleiben 10–15 Jahre als reiner Gewinn.
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Stimmt es, dass es keine Mehrwertsteuer mehr gibt?

Ja. Seit 2023 gilt nach §12 Abs. 3 UStG 0 % Umsatzsteuer auf PV-Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden – für Module, Wechselrichter, Speicher, Montage und Zubehör. Netto-Preis = Brutto-Preis, Ersparnis ca. 19 %. Rechnungen müssen das separat ausweisen.
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Wie lange dauert die Anmeldung beim Netzbetreiber?

Typisch 2–8 Wochen nach Antragstellung durch den Installateur. Bei Anlagen bis 30 kWp selten Probleme. In ausgelasteten Ortsnetzen kann es länger dauern. Der Zählertausch (Zweirichtungszähler) folgt nach der Installation in 2–6 Wochen.
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Brauche ich eine eigene Versicherung für meine PV-Anlage?

Nicht zwingend, aber meist sinnvoll. Günstigste Variante: Wohngebäudeversicherung um PV-Baustein erweitern. Für größere Anlagen oder mit Speicher lohnt eine separate PV-Police mit Deckung für Ertragsausfall, Marderbiss und Elektronikschäden.
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Kann ich meine PV-Anlage später erweitern?

Technisch ja, wirtschaftlich oft nicht optimal. Der Wechselrichter muss bei Erweiterung getauscht oder ein zweiter installiert werden. Neue Module erhalten die aktuelle (meist niedrigere) Einspeisevergütung. Besser von Anfang an großzügig dimensionieren.
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Funktioniert die PV-Anlage auch bei Stromausfall?

Standardmäßig nein – der Wechselrichter schaltet bei Netzausfall ab. Für Notstrom: Hybridwechselrichter mit Backup-Funktion und Speicher nötig, Aufpreis niedriger vierstelliger Bereich. Längere Stromausfälle sind in Deutschland selten – die Wirtschaftlichkeit bleibt begrenzt.
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Lohnt sich eine PV-Anlage auch auf einem Ost-West-Dach?

Ja, Ost-West-Anlagen liefern heute praktisch gleichwertige Wirtschaftlichkeit wie Süddächer. Der Jahresertrag liegt bei 85–90 Prozent eines Süddachs, dafür verteilt sich die Produktion gleichmäßiger über den Tag. Morgens Osten, abends Westen – der Eigenverbrauchsanteil ohne Speicher ist sogar höher als beim Süddach. Nur reine Norddächer lohnen sich nicht.

Photovoltaik im Eigenheim planen lassen

Sie wollen Ihre PV-Anlage mit Speicher, Wärmepumpe oder Wallbox abstimmen – und suchen einen Partner, der das Ganze denkt? neurealis plant und koordiniert die Anlage als Generalunternehmer und installiert mit einem regionalen Elektrofachbetrieb aus Dortmund oder Bochum. Festpreis, klare Termine, ein Ansprechpartner.

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Normen & Quellen

  • VDE-AR-N 4105: Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz – Technische Anschlussregeln
  • DIN VDE 0100-712: Errichten von Niederspannungsanlagen – Photovoltaik-Stromversorgungssysteme
  • EEG 2023/2024: Erneuerbare-Energien-Gesetz – Einspeisevergütung, Volleinspeisung, Überschusseinspeisung
  • §12 Abs. 3 UStG: Null-Prozent-Umsatzsteuer auf PV-Anlagen bis 30 kWp (seit 01.01.2023)
  • §3 Nr. 72 EStG: Einkommensteuer-Befreiung für PV-Anlagen bis 30 kWp
  • §14a EnWG: Netzdienliche Steuerung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen (Wärmepumpe, Wallbox)
  • KfW-Programm 270: Erneuerbare Energien Standard – Kredit für PV-Anlagen und Batteriespeicher
  • Marktstammdatenregister-Verordnung (MaStRV): Pflichtregistrierung von PV-Anlagen bei der Bundesnetzagentur
  • progres.nrw: Landesförderprogramm NRW für Markteinführung erneuerbarer Energien

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