Zum Hauptinhalt springen
Innentüren, Zargen und Haustür im Eigenheim sanieren

Innentüren, Zargen und Haustür im Eigenheim sanieren

Raumhohe Türen, saubere Zargen und eine Haustür, die willkommen heißt – das Gewerk, an dem Sie täglich anfassen

Türen sind das Gewerk, das Sie jeden Tag mit der Hand berühren. Im Eigenheim entscheidet die Qualität dieses Details über Wohngefühl und Wertigkeit – deutlich stärker, als viele beim Sanieren vermuten. Ein wackeliger Drücker aus den Achtzigern, ein Türblatt, das am Laminat schleift, eine Zarge mit fünf Lackschichten: Das sind keine dramatischen Mängel, aber sie zehren stetig am Alltag. Wer Innentüren, Zargen und Haustür bewusst plant, verbessert Raumproportion, Schallschutz und Sicherheit – und lebt jahrzehntelang mit dem Ergebnis.

In einer Mietwohnung sind Innentüren Funktion. Im Eigenheim sind sie Gestaltung. Hier lebt man zehn, zwanzig, dreißig Jahre mit derselben Haptik – dem Gewicht des Drückers, dem Klang beim Schließen, der Proportion der Türöffnung im Raum. Deshalb lohnt sich hier eine ruhigere, hochwertigere Entscheidung als im vermieteten Bestand.

Die Sanierung von Türen und Zargen berührt drei Ebenen. Erstens die Substanz: Röhrenspantüren der 1970er haben Schalldämmwerte, die nach heutigen Maßstäben kaum akzeptabel sind (Rw 15–20 dB statt Mindestanforderung 27 dB nach DIN 4109). Zweitens die Geometrie: Altbauwände mit 24–30 cm Stärke plus Putz passen nicht zu Standardzargen. Drittens das Design: Raumhohe Türen, einheitliche Beschläge und ein durchdachtes Material-Konzept verändern das Erscheinungsbild eines Hauses stärker als neue Bodenbeläge.

Dieser Ratgeber führt Sie durch die wichtigen Entscheidungen – von der Auswahl des Türblatts über Blockzarge versus Umfassungszarge bis zur RC2-Haustür. Die eigene Fenstersanierung behandeln wir in einem getrennten Ratgeber.

Türhöhe 1.985 mm ist Standard – raumhohe Türen (2.100–2.500 mm) verändern die Raumwirkung spürbar
Altbauwände 24–30 cm dick plus Putz: Zargenbreite individuell messen, nicht aus dem Katalog bestellen
RC2 ist polizeiliche Empfehlung für Haustüren – rund 80 Prozent der Einbrüche scheitern nach unter drei Minuten Widerstand
Epochen-Übersicht

Türen und Zargen nach Baujahr

Jede Baujahrzehnt-Gruppe bringt eigene Bauteile mit. Die Übersicht zeigt, was Sie im Bestand typischerweise vorfinden und wo der Handlungsbedarf liegt.

1

Vor 1960

Oberfläche: Massivholztüren, Holz-Blockzargen eingeputzt, hohe Raumhöhen

Problem: Holz oft verzogen, Türen schließen nicht sauber. Blockzargen sitzen fest in der Wand – Austausch öffnet die Laibung und erfordert Putzarbeit.

2

1960er

Oberfläche: Erste Stahlzargen, einfache Türblätter, Messing- oder Alu-Drücker

Problem: Stahlzargen bodennah oft durchgerostet. Türblätter meist Röhrenspan – Schallschutz unter 20 dB, Tauschkandidaten.

3

1970er

Oberfläche: Stahlzargen verbreitet, Röhrenspantüren mit Kunststoff-Furnier, breite Drücker

Problem: Türblätter schleifen, Scharniere ausgeschlagen, Furniere blättern. Zarge prüfen – lackieren oder tauschen.

4

1980er

Oberfläche: Umfassungszargen aus Holzwerkstoff, frühe CPL-Beschichtungen, Eiche-rustikal-Furniere

Problem: Türblätter oft noch tragfähig, aber optisch überholt. Beschläge und Dichtungen erneuern, Furnier ggf. lackieren.

5

1990er und später

Oberfläche: CPL-Vollspantüren Weißlack, Umfassungszargen, Edelstahl-Beschläge

Problem: Meist intakt. Scharniere einstellen, Dichtungen nachziehen, Beschläge bei Bedarf austauschen.

Entscheidungshilfe

Tür-Entscheidung: Tauschen, Türblatt wechseln oder aufarbeiten?

Diese Entscheidungshilfe trennt Komplettaustausch von günstigeren Teilmaßnahmen – abhängig vom Zustand der vorhandenen Türen und Zargen.

1

Röhrenspantür aus den 1960ern bis 1980ern?

Ja Ja

Tauschen. Der Schallschutz erreicht im besten Fall 20 dB – unter der DIN-Mindestanforderung. CPL-Vollspan oder Massivholz bringt spürbar mehr Wohnqualität.

Nein Nein

Weiter prüfen

2

Stahlzarge gerade, nicht durchgerostet, Tür schließt sauber?

Ja Ja

Behalten und professionell überarbeiten – entrosten, grundieren, zweimal lackieren. Wirtschaftlicher als Komplettaustausch, keine Wandschäden.

Nein Nein

Zarge tauschen. Verzogene oder bodennah durchkorrodierte Profile lassen sich nicht dauerhaft retten.

3

Raumhöhe über 2,60 m im Wohn- oder Essbereich?

Ja Ja

Raumhohe Türen prüfen (2.100–2.500 mm). Die Proportion verbessert sich spürbar, die Tür wird Teil der Wand statt ein Störelement.

Nein Nein

Standardhöhe 1.985 mm genügt. Budget lieber in bessere Oberflächen oder Schallschutz investieren.

4

Schiebetür als Raumöffner gewünscht (Küche–Esszimmer, Flur–Wohnraum)?

Ja Ja

Kassettenlösung bei Wunsch nach flächenbündigem Verschwinden (Trockenbauvorwand nötig). Vor-der-Wand-System, wenn kein baulicher Eingriff gewollt ist.

Nein Nein

Klassische Drehtür wählen. Wenn Platz knapp: platzsparende Bänder oder schmale Blockzarge nutzen.

5

Haustür älter als 25 Jahre oder ohne Mehrfachverriegelung?

Ja Ja

Austausch empfohlen. RC2-Tür mit UD ≤ 1,0 W/m²K verbessert Einbruchschutz und Wärmedämmung gleichzeitig – Förderung über BAFA möglich.

Nein Nein

Sicherheitsnachrüstung reicht. Schließblech, Profilzylinder mit Bohrschutz, Schutzbeschlag – der Einbruchschutz wächst deutlich, ohne die Tür zu tauschen.

Innentüren: Vom Türblatt zum Raumgefühl

Die Wahl des Türblatts ist keine Budgetentscheidung allein. Sie prägt Haptik, Schallschutz und Langlebigkeit über Jahrzehnte.

| Typ | Gewicht | Schallschutz (Rw) | Eignung | |-----|---------|-------------------|---------| | Röhrenspan | 10–12 kg | 15–20 dB | Unterste Kategorie, in nahezu jedem Altbau ein Tauschkandidat | | CPL-Vollspan | 18–25 kg | 27–33 dB | Heutiger Standard, stabile Scharnieraufnahme, pflegeleicht | | Massivholz | 25–40 kg | 32–38 dB | Premium, Patina entwickelt sich, braucht Klimastabilität im Raum |

Der Griff zum Drücker ist ein Ritual, das sich hundertfach am Tag wiederholt. Wer einmal eine Vollspantür gegen eine Röhrenspantür ausgetauscht hat, spürt den Unterschied sofort: Das Schließen klingt satter, die Tür vibriert nicht mehr, das Türblatt wirkt massiv. Das ist keine Nuance, sondern eine Alltagserfahrung.

Oberflächen: Weißlack bleibt der Klassiker – passt zu jeder Wandfarbe, zu jedem Boden. Hochwertige Mehrschicht-Lackierungen sind deutlich kratzfester als einfache Lacke und lohnen den Aufpreis. Echtholzfurnier in Eiche hell liegt seit Jahren im Trend und harmoniert mit den verbreiteten Eichenböden. Nussbaum wirkt edler, schluckt aber Licht – in kleinen Räumen kann das bedrücken. Matt-Schwarz als Akzentfarbe funktioniert in modernen Konzepten, verlangt aber saubere Handhabung: Fingerabdrücke sind sichtbar.

Glas-Ausschnitte bringen Tageslicht in dunkle Flure. ESG nach DIN 12150 ist Pflicht, in Haushalten mit Kindern empfiehlt sich VSG – es bleibt beim Bruch in einem Stück. Ein Lichtausschnitt in der Flurtür kann einen mittelmäßigen Flur deutlich aufwerten.

Raumhöhe und Proportion: Standard oder raumhoch

Standardtüren messen 1.985 mm. In Altbauten mit Raumhöhen von 2,60–3,00 m wirken sie gedrungen – die Tür unterbricht die Wand, statt Teil davon zu werden. Raumhohe Türen (2.100–2.500 mm) lösen diesen Bruch auf.

Der Effekt ist spürbar: Der Raum wirkt proportionaler, höher, durchdachter. Die Tür wird ein gestalterisches Element, nicht nur ein Durchgang. In Flur, Wohnzimmer und Esszimmer rechtfertigt das den Aufpreis – der gegenüber Standardtüren erfahrungsgemäß bei 40 bis 80 Prozent liegt, je nach Ausführung. In Nebenräumen wie Abstellkammer, Gäste-WC oder Heizraum genügt die Standardhöhe.

Wichtig: Raumhohe Türen erfordern fast immer eine Anpassung der Wandöffnung. Ein Sturz muss versetzt oder entfernt werden, die Laibung wird neu verputzt. Diese Arbeiten gehören in die Planungsphase, nicht in die Improvisation während der Baustelle. Wer raumhohe Türen im Nachgang zum bereits verlegten Boden nachrüsten will, stößt auf Folgekosten, die den ursprünglichen Aufpreis übersteigen können.

Zargen: Holzblock, Stahl, Umfassung oder Block

Die Zarge ist der Rahmen, in den das Türblatt eingehängt wird. Im Altbau finden Sie typischerweise vier Typen:

Holzzargen (Blockzargen historisch) aus Häusern vor 1960. Massivholzprofil, in die Wand eingelassen und eingeputzt. Wer sie entfernt, öffnet die angrenzende Wand partiell – entsprechend Putzarbeit nach dem Austausch.

Stahlzargen ab Mitte der 1960er. Extrem formstabil und langlebig. Schwachpunkt: Korrosion an Bodenankern und bodennah. In Eigenheimen wirken sie oft industriell – ein Stilbruch, wenn das Haus Wärme ausstrahlen soll. Behalten lohnt sich, wenn die Zarge gerade steht und nicht durchgerostet ist. Dann: entrosten, grundieren, zweimal lackieren. Das Ergebnis ist optisch einwandfrei, der Aufwand deutlich geringer als ein Komplettaustausch.

Umfassungszargen aus Holzwerkstoff sind seit den 1980ern Standard. Sie umgreifen die Wandkante und werden über Klammern oder Montageschaum fixiert. Für die Sanierung die bevorzugte Lösung – wenig Wandschäden, breite Produktauswahl, angemessener Preis.

Blockzargen modern bieten den flächenbündigen Übergang zwischen Wand und Zarge, den viele Architekten lieben. Die verdeckte Montage verlangt eine sauber vorbereitete Wandöffnung. Im Altbau mit unregelmäßigen Wandstärken ist das eine Herausforderung, aber machbar – vorausgesetzt, der Tischler misst vor Bestellung jede Öffnung einzeln.

Messregel: Drei Messpunkte pro Dimension sind Pflicht. Oben, Mitte, unten für die Breite. Links, Mitte, rechts für die Wandstärke. Das kleinste Maß entscheidet. Wer Zargen per Katalogmaß bestellt, ohne vorher zu messen, riskiert Verzögerungen und teure Sonderanfertigungen unter Zeitdruck.

Schiebetüren und Glaselemente: Platz gewinnen, Licht bringen

Schiebetüren sind im Eigenheim ein Gestaltungsmittel. Sie schaffen Raumübergänge ohne Schwenkbereich – zwischen Küche und Essbereich, zwischen Wohn- und Arbeitsbereich, zwischen Flur und Wohnraum. Zwei Bauarten sind verbreitet:

Vor-der-Wand-laufende Schiebetüren hängen auf einer Laufschiene über der Wandöffnung und fahren beim Öffnen vor die angrenzende Wand. Vorteil: nachträglich einbaubar, ohne Wandeingriff. Nachteil: Die Wand daneben lässt sich nicht möblieren, Schallschutz bleibt eingeschränkt.

In-der-Wand-laufende Schiebetüren verschwinden in einer Kassette. Das ist die elegantere Lösung, erfordert aber eine Trockenbau-Vorwand von rund 12 cm Tiefe. Im massiven Altbau ist das aufwändig und gehört zwingend in die Planungsphase – nachträglich lässt sich die Kassette nicht einziehen, ohne die halbe Wand aufzubrechen.

Glastüren aus ESG oder VSG bringen Tageslicht in dunkle Durchgänge. Milchglas oder Mattierung für Privatsphäre, Klarglas für maximale Helligkeit. In offenen Grundrissen wirken Glastüren leichter als geschlossene Holztüren – ein wichtiger Effekt, wenn Räume klein sind und Licht knapp.

Drückergarnituren: Edelstahl gebürstet altert kaum und passt zu modernen wie klassischen Stilen. Matt-Messing hat Wärme, entwickelt Patina. Matt-Schwarz liegt im Trend, ist aber fingerabdruck-empfindlich. Unser Rat: einheitliche Garnitur für das ganze Haus. Ein Stilmix zwischen Edelstahl im Flur und Messing im Wohnzimmer fällt auf – und nicht im guten Sinn.

Brandschutz und Schallschutz: Die unsichtbaren Pflichten

Zwei Anforderungen, die bei Eigenheimen gerne verdrängt werden, aber ernste Konsequenzen haben:

Brandschutztüren nach Landesbauordnung NRW: Die Feuerungsverordnung (FeuVO NRW §5) verlangt feuerhemmende Türen (T30) zu Heizräumen mit Gas-, Öl- oder Pelletsheizungen. Die Garagenverordnung (GarVO NRW §13) schreibt T30-RS (rauchdicht und selbstschließend) für die Verbindungstür Garage–Wohnbereich vor. Alte Holztüren aus den 1960ern erfüllen das nicht.

Das ist kein Formalismus. Im Brandfall entscheidet diese Tür über Rauchfreiheit der Fluchtwege. Im Versicherungsfall prüft die Gebäudeversicherung die bauordnungsrechtliche Konformität – eine fehlende Brandschutztür kann zum Leistungsausschluss führen, bei Personenschäden drohen strafrechtliche Konsequenzen.

Schallschutztüren: Standard-CPL-Türen erreichen 27–33 dB. Für die meisten Räume reicht das. Für Schlafzimmer an befahrenen Straßen, für Home-Office oder Musikraum lohnen sich Schallschutztüren mit Rw 37–42 dB – der subjektive Unterschied entspricht einer Halbierung der wahrgenommenen Lautstärke.

Das Geheimnis liegt nicht nur im Türblatt, sondern im System: massiveres Türblatt, umlaufende Doppeldichtung, absenkbare Bodendichtung. Die Bodendichtung ist entscheidend – ein offener Bodenspalt macht jede Schalldämmung des Türblatts zunichte.

Haustür: Sicherheit, Dämmung und der erste Eindruck

Die Haustür ist das Gesicht des Hauses. Wer klingelt, steht davor. Der Zustand – Lack, Beschlag, Glasausschnitt, Schwelle – überträgt sich auf das Urteil über das gesamte Gebäude. Gleichzeitig ist sie der Hauptangriffspunkt bei Einbrüchen und ein relevanter Wärmeverlustposten.

Sicherheit: RC2 als Mindeststandard. Die polizeiliche Empfehlung lautet Widerstandsklasse RC2 nach DIN EN 1627. Eine RC2-Tür widersteht einfachem Werkzeug (Schraubendreher, Zange, Keil) mindestens drei Minuten. Rund 80 Prozent aller Einbrecher brechen ab, wenn der Widerstand länger als 30 Sekunden dauert. Was RC2 ausmacht: verstärktes Türblatt, Mehrfachverriegelung (mindestens drei Punkte), Sicherheitsschließblech mit langen Schrauben in der Wand, Profilzylinder mit Bohr- und Ziehschutz, Schutzbeschlag mit Zylinderabdeckung.

Wer die Tür nicht tauschen will, kann einzelne Elemente nachrüsten – Schließblech, Zylinder, Beschlag. Das erreicht nicht das Prüfniveau einer RC2-Tür, hebt den Einbruchschutz aber deutlich.

Wärmedämmung: UD-Wert. Alte Holzhaustüren der 1970er liegen bei UD 3,0–4,0 W/m²K. Moderne Haustüren erreichen 0,8–1,0 W/m²K. Für BAFA-Förderung ist UD ≤ 1,0 Voraussetzung.

Material und Design: Aluminium dominiert den Markt für hochwertige Haustüren – wartungsfrei, formstabil, jede RAL-Farbe, gute Dämmwerte durch Isolierkerne, moderne Details wie Fingerprint-Leser oder LED-Beleuchtung sind hier am einfachsten. Holz strahlt Wärme und Tradition aus, braucht aber Pflege alle drei bis fünf Jahre. Holz-Aluminium verbindet Holzatmosphäre innen mit Witterungsschutz außen – preislich im oberen Segment. Kunststoff ist die Budgetoption, wirkt aber am Eigenheim selten repräsentativ.

Wenn das Budget knapp wird und Sie priorisieren müssen: Fangen Sie mit der Haustür an. Sie hat den größten visuellen Effekt, den höchsten Wärmeverlust pro Quadratmeter (häufig geöffnet) und den größten Sicherheitsgewinn.

Koordination mit anderen Gewerken

Türarbeiten stehen nie allein. Die richtige Reihenfolge erspart Nacharbeiten und Beschädigungen.

Zargen werden vor den endgültigen Putzarbeiten eingebaut, damit Laibung und Zarge sauber abschließen. Der Fußboden kommt nach den Türen – sonst schleift das Türblatt am Laminat oder die Höhe passt nicht zum Schwellenprofil. Umgekehrt wird bei Fußbodenheizung auf Estrich-Aufbauhöhe gemessen, damit die Zarge anschließend passt.

Malerarbeiten folgen den Türen, nicht umgekehrt. Wer zuerst streicht und dann Zargen einbaut, lackiert doppelt. Die Endabnahme prüft: Fugen gleichmäßig 3–4 mm, Türblatt schließt ohne Schleifen, Dichtung liegt umlaufend an, kein Lichtspalt zum Rahmen sichtbar.

Bei denkmalgeschützten Häusern oder sichtbaren Zargenlaibungen in Altbauten lohnt sich der Tischler vor Ort. Angepasste Zargen mit exakter Laibungstiefe sind eine andere Welt als Standardware aus dem Baumarktkatalog – die Übergänge sehen nicht wie „angepasst“ aus, sondern wie „immer so gewesen“.

Konkrete Preise für Ihr Projekt

Raumhohe Massivholztüren, RC2-Aluminiumhaustür oder einfacher Innentürentausch – die Spanne ist groß. Was die einzelnen Maßnahmen kosten, zeigt unsere Preisseite mit verbindlichen Festpreisrahmen.
Checkliste

Checkliste: Türen, Zargen und Haustür bei der Sanierung

Diese Punkte sollten Sie vor und während der Tür- und Zargenarbeiten systematisch abarbeiten.

Fortschritt 0 / 12
Aus der Praxis

Praxis-Tipps

Drei Messpunkte pro Dimension – Pflicht, nicht Empfehlung

Altbauwände sind nie rechtwinklig. Oben, Mitte, unten für die Breite. Links, Mitte, rechts für die Wandstärke. Das kleinste Maß entscheidet. Wer aus dem Katalog bestellt, ohne vorher zu messen, bekommt die Zarge nicht eingebaut – und der Tischler braucht drei Wochen für die Sonderanfertigung unter Zeitdruck.

Haustür als erste Investition bei knappem Budget

Wenn das Sanierungsbudget nicht für alles reicht: Haustür zuerst. Größter visueller Eindruck, höchster Sicherheitsgewinn, relevanter Wärmeverlustposten. Eine neue RC2-Aluminium-Haustür verändert den Eindruck des Hauses mehr als neue Bodenbeläge im Obergeschoss – und Besucher nehmen genau diese eine Veränderung als erstes wahr.

Einheitliche Drückergarnitur im gesamten Haus

Der Drücker ist das Detail, das jeder Besucher anfasst – und das jeder Bewohner hundertfach am Tag greift. Edelstahl im Flur, Messing im Wohnzimmer, Kunststoff im Kinderzimmer: Das wirkt zusammengestückelt. Ein einheitliches System (gleicher Typ, gleiche Rosette, gleiches Material) verbindet die Räume optisch und wirkt professionell durchdacht. Der Aufpreis ist minimal, die Wirkung erheblich.

Stahlzarge behalten: Der Schraubendreher-Test

Vor der Entscheidung ein einfacher Test: Mit einem Schraubendreher an der Unterkante der Stahlzarge kratzen. Bleibt das Material hart und der Lack blättert nur oberflächlich? Dann ist die Substanz gut – lackieren lohnt sich. Bröckelt krümelig rotbrauner Rost ab? Dann ist die Korrosion ins Profil eingedrungen. Überarbeiten wäre Fehlinvestition – nach zwei, drei Jahren kehren die Rostblüten zurück.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

?

Lohnt es sich, alte Stahlzargen zu behalten und zu lackieren?

Wenn die Zarge gerade steht, nicht bodennah durchkorrodiert ist und die Tür sauber schließt: ja. Entrosten, grundieren, zweimal lackieren – das Ergebnis ist optisch einwandfrei und vermeidet Wandschäden durch den Ausbau. Bei tiefem Rost oder Verzug dagegen keine Chance: Der Aufwand kehrt nach wenigen Jahren wieder.
?

Sind raumhohe Türen den Aufpreis wert?

In Altbauten mit Deckenhöhen über 2,60 m deutlich, ja. Raumhohe Türen (2.100–2.500 mm) lassen den Raum proportionaler wirken – die Tür wird Teil der Wand statt ein Bruchelement. In Flur, Wohnzimmer und Esszimmer rechtfertigt das den Mehrpreis von erfahrungsgemäß 40 bis 80 Prozent. In Nebenräumen wie Gäste-WC oder Abstellkammer genügt die Standardhöhe.
?

Wann ist eine Brandschutztür gesetzlich vorgeschrieben?

Nach Landesbauordnung NRW in zwei Fällen: zwischen Heizraum mit Gas-, Öl- oder Pelletsheizung und dem restlichen Keller (T30 nach FeuVO §5). Und zwischen direkt angebauter Garage und Wohnbereich (T30-RS, selbstschließend, nach GarVO §13). Eine fehlende Brandschutztür kann im Versicherungsfall zum Leistungsausschluss führen – das ist kein Detail, sondern Rechtspflicht.
?

Schiebetür oder Drehtür – was ist sinnvoller?

Die Drehtür bleibt die platzsparende und schallschutzstärkere Lösung. Eine Schiebetür lohnt sich, wenn der Schwenkbereich stört (kleiner Flur), wenn offene Übergänge gewünscht sind (Küche–Essen) oder wenn ein starkes gestalterisches Element gesetzt werden soll. Kassettenlösungen sind die elegantere Variante, erfordern aber Trockenbau-Vorplanung – nachträglich kaum nachrüstbar.
?

Reicht eine Sicherheitsnachrüstung oder muss die Haustür getauscht werden?

Wenn die Tür funktional intakt ist – Rahmen gerade, Schließfunktion sauber, Optik akzeptabel – reicht oft die Nachrüstung: Sicherheitsschließblech mit langen Schrauben, Profilzylinder mit Bohr- und Ziehschutz, Schutzbeschlag. Das erreicht nicht das Niveau einer geprüften RC2-Tür, hebt den Einbruchschutz aber erheblich. Ist die Tür älter als 25 Jahre, ohne Mehrfachverriegelung oder optisch nicht mehr präsentabel: Austausch ist meist die bessere Investition.
?

Wie dick darf die Wand für eine Standardzarge maximal sein?

Standard-Umfassungszargen sind auf Wandstärken von 11 bis 16 cm ausgelegt (je nach Hersteller). Altbauwände mit 24–30 cm plus beidseitigem Putz überschreiten das deutlich. Lösung: Zargenverbreiterungen aus gleichem Material oder direkt Sondermaße beim Tischler. Pflicht: Messen vor Bestellen, drei Messpunkte pro Dimension, kleinstes Maß relevant.
?

Welche Vorlaufzeit brauche ich für Türen und Zargen?

Standardware (CPL-Weißlack, Umfassungszarge) ist oft in zwei bis vier Wochen lieferbar. Sondermaße, Echtholzfurniere, raumhohe Ausführungen oder Blockzargen modern erfordern sechs bis zehn Wochen Vorlauf. Wer in der Hauptsaison plant (Februar bis Mai), rechnet zusätzliche Puffer ein. Lieferzeiten in die Bauplanung integrieren – nicht als Überraschung einplanen.

Türen und Zargen professionell planen

Sie sanieren Ihr Eigenheim und wollen Innentüren, Zargen und Haustür aus einer Hand planen lassen? neurealis koordiniert Tischler, Schreinerei und Montage – mit Festpreisgarantie und fester Terminkette. Von der Bestandsaufnahme bis zur Abnahme ein Ansprechpartner.

Oder rufen Sie uns an: 0231 - 997 997 47

Kostenlos & unverbindlich Antwort innerhalb 24h 200+ abgeschlossene Projekte

Normen & Quellen

  • DIN 18101: Türen für den Wohnungsbau – Bandseitige Begriffe und Maße
  • DIN 4109: Schallschutz im Hochbau – Mindestanforderungen Türen (Rw 27 dB zwischen Aufenthaltsräumen)
  • DIN EN 1627: Einbruchhemmung – Widerstandsklassen RC1 bis RC6 für Türen und Fenster
  • DIN 18095: Rauchschutztüren – Anforderungen und Prüfverfahren
  • DIN 12150: Einscheibensicherheitsglas (ESG) – Anforderungen an Glasausschnitte in Türen
  • Feuerungsverordnung NRW (FeuVO) §5: Anforderungen an Heizraum-Türen (T30 feuerhemmend)
  • Garagenverordnung NRW (GarVO) §13: Verbindungstüren Garage–Wohnbereich (T30-RS selbstschließend)

Türen, Zargen und Haustür im Eigenheim sanieren?

Wir beraten zu Material, Höhen, Schallschutz und Sicherheit – aus einer Hand.

0231 – 58 68 85 60

Mo–So 7–20 Uhr erreichbar

Lassen Sie sich jetzt beraten

1
2
3

Was planen Sie?