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Tragende Wand entfernen: Kosten, Statik und Genehmigung beim Wanddurchbruch
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Tragende Wand entfernen: Kosten, Statik und Genehmigung beim Wanddurchbruch

Wie Sie tragende Wände erkennen, was Statik-Nachweis und Durchbruch kosten – und warum der Eingriff ins Sanierungsprojekt gehört

Offene Wohnküche, größeres Bad, breiter Durchgang im Flur: Fast jede Grundriss-Idee hängt an einer Frage – trägt diese Wand? Ein Wanddurchbruch in einer tragenden Wand ist technisch fast immer machbar, braucht aber Tragwerksplaner, passenden Stahlträger und saubere Ausführung. Dieser Ratgeber erklärt, woran Sie tragende Wände erkennen, welche Kostenfaktoren den Preis bestimmen und wann Genehmigung oder WEG-Beschluss nötig sind.

Wer saniert, denkt früher oder später über den Grundriss nach. Die Zuschnitte der 50er- bis 70er-Jahre passen selten zum heutigen Wohnen: kleine Einzelküchen, schmale Flure, Bäder mit drei Quadratmetern. Eine einzige entfernte Wand verändert oft mehr als jeder neue Bodenbelag.

Die entscheidende Weiche stellt die Statik. Eine nicht tragende Trennwand ist an einem Tag zurückgebaut. Wer dagegen eine tragende Wand entfernen will, greift in das Tragwerk des Hauses ein: Sie übernimmt Lasten aus Decken, darüberliegenden Geschossen und dem Dach – und darf nur geöffnet werden, wenn ein Tragwerksplaner die Abfangung berechnet hat und ein Stahlträger oder Sturz die Lasten übernimmt.

Dieser Ratgeber führt durch alle Schritte: vom ersten Indiz über den Statik-Nachweis bis zur Ausführung – mit Praxiswissen aus unseren Sanierungsprojekten in Dortmund, Bochum und dem Ruhrgebiet.

Wanddicke als erstes Indiz: 11,5 cm sind meist nicht tragend, ab 17,5 cm steigt die Wahrscheinlichkeit deutlich – verlässlich klärt das nur der Tragwerksplaner
Statik-Nachweis ist Pflicht bei jedem Eingriff in tragende oder aussteifende Bauteile – unabhängig davon, ob ein Bauantrag nötig ist
In der Eigentumswohnung sind tragende Wände Gemeinschaftseigentum: Ohne Beschluss der Eigentümergemeinschaft geht nichts

Tragend oder nicht tragend: Woran Sie es erkennen

Die verlässlichste Quelle sind die Bauunterlagen. Statik und Bauzeichnungen liegen in der Bauakte beim Bauordnungsamt – Eigentümer können sie einsehen und meist gegen Gebühr als Kopie anfordern. In den Plänen sind tragende Wände dicker dargestellt oder schraffiert.

Fehlen die Unterlagen, helfen mehrere Indizien:

Wanddicke messen: Ziehen Sie vom Messwert je Seite 1,5 bis 2 cm Putz ab. Eine Wand mit 11,5 cm Rohbaudicke (klassischer Kalksandstein- oder Ziegelverband) ist im Geschosswohnungsbau meist nicht tragend. Ab 17,5 cm wird es ernst, 24 cm sind fast immer tragend. Im Altbau vor 1950 gilt: Tragende Innenwände aus Vollziegel messen oft 25 cm oder mehr, während leichte Trennwände teils nur 6 bis 8 cm dick sind.

Deckenspannrichtung prüfen: Decken spannen von Auflager zu Auflager – die Wände, auf denen sie aufliegen, tragen. Holzbalkendecken im Altbau spannen meist über die kürzere Gebäuderichtung, von der Außenwand zur Mittelwand. Diese Mittelwand, die sich durch alle Geschosse zieht, ist der Klassiker unter den tragenden Wänden. Wände parallel zur Balkenlage tragen oft keine Deckenlast – können aber das Gebäude aussteifen, was statisch genauso relevant ist.

Geschoss-Vergleich: Steht die Wand im Keller und in allen Geschossen darüber an derselben Stelle? Dann trägt sie mit hoher Wahrscheinlichkeit – tragende Wände brauchen eine durchgehende Lastableitung bis ins Fundament.

Was nicht funktioniert: Die Klopfprobe. Sie unterscheidet nur massiv von leicht – eine massive Wand kann trotzdem nicht tragend sein, und eine aussteifende Wand klingt nicht anders als eine harmlose.

Die endgültige Aussage trifft immer der Tragwerksplaner vor Ort. Die Indizien helfen Ihnen nur, Ihre Grundriss-Idee realistisch einzuschätzen, bevor Sie Geld in die Planung stecken.

Warum ohne Statiker nichts geht

Sobald eine tragende oder aussteifende Wand verändert wird, ist ein Standsicherheitsnachweis Pflicht – unabhängig davon, ob das Vorhaben einen Bauantrag braucht. Den Nachweis erstellt ein Tragwerksplaner, umgangssprachlich der Statiker: Er ermittelt die Lasten von oben (Decken, Wände der darüberliegenden Geschosse, Dach, Verkehrslasten), bemisst den Abfangträger und legt die Auflager fest.

Wer ohne diese Berechnung in das Tragwerk eingreift, riskiert dreierlei:

Bauschäden: Eine unterdimensionierte oder fehlende Abfangung führt zu Setzungen und Rissen – oft nicht sofort, sondern über Monate. Die Schäden zeigen sich in den Wohnungen darüber, an klemmenden Türzargen oder Putzrissen entlang der Decke. Im Extremfall droht der Teileinsturz der Decke.

Haftung: Der Bauherr haftet für Schäden am Gebäude und bei Dritten persönlich. Im Mehrfamilienhaus betrifft das schnell fremdes Eigentum – die Wohnung über Ihnen gehört jemand anderem.

Versicherungsschutz: Wohngebäude- und Haftpflichtversicherer können die Leistung kürzen oder verweigern, wenn der Schaden auf einen ungenehmigten Eingriff ins Tragwerk zurückgeht. Auch beim späteren Verkauf wird es teuer: Ein Durchbruch ohne dokumentierten Standsicherheitsnachweis ist ein Sachmangel, den Käufer und deren Gutachter zuverlässig finden.

Die Rechnung ist einfach. Ein Statik-Nachweis für einen einzelnen Durchbruch kostet einen Bruchteil dessen, was die Beseitigung von Rissschäden in zwei Geschossen kostet. An dieser Position zu sparen ist die teuerste Entscheidung des ganzen Projekts.

Kostenfaktoren: Was den Preis eines Wanddurchbruchs bestimmt

Pauschalpreise für einen Wanddurchbruch sind unseriös – zu unterschiedlich sind Wandaufbau, Öffnungsgröße und Gebäudesituation. Die Kosten setzen sich aus sechs Faktoren zusammen:

1. Statik-Nachweis: Für einen einfachen Türdurchbruch in einer tragenden Wand bewegen sich Standsicherheitsnachweise marktüblich im mittleren dreistelligen bis unteren vierstelligen Bereich. Raumbreite Öffnungen mit Trägerbemessung und Auflagernachweisen liegen darüber. Mehrere Durchbrüche im selben Projekt lassen sich in einem Nachweis bündeln – das ist günstiger als drei Einzelaufträge.

2. Öffnungsgröße: Ein Türdurchbruch mit 88,5 oder 101 cm Breite ist der einfachste Fall. Eine raumbreite Öffnung von 3 bis 4 Metern braucht einen deutlich stärkeren Träger, längere Auflager und mehr Abbruchfläche – der Aufwand wächst überproportional zur Breite.

3. Sturz oder Stahlträger: Kleine Öffnungen kommen oft mit einem Betonfertigsturz aus. Größere brauchen Stahlträger – typischerweise IPE- oder HEB-Profile, bei beidseitig bündigem Einbau als zweiteiliger Träger, der von beiden Seiten eingeschoben und verschraubt wird. Der Träger muss je Seite ausreichend tief aufliegen, die Auflager werden teils mit Beton oder Stahlplatten verstärkt.

4. Abstützung während der Arbeiten: Bevor die Wand geöffnet wird, übernehmen Stahlrohrstützen mit Lastverteilung die Deckenlast – beidseitig der Wand, bei Holzbalkendecken mit besonderer Sorgfalt. Diese Baustellensicherung ist Pflicht und fließt in die Kalkulation ein.

5. Schuttentsorgung: Mauerwerk ist schwer. Ein Quadratmeter 24er-Vollziegelwand bringt rund 400 bis 450 kg auf die Waage – ein raumbreiter Durchbruch erzeugt schnell mehrere Tonnen Bauschutt. Containerstellung, Etage und Zugänglichkeit (Aufzug oder Treppenhaus) machen hier den Unterschied.

6. Nebenarbeiten: In Bestandswänden liegen fast immer Elektroleitungen, manchmal auch Wasser- oder Heizungsrohre – sie müssen vor dem Abbruch geortet, freigeschaltet und umgelegt werden. Danach folgen Laibungsputz, Bodenanschluss und Malerarbeiten. In einer laufenden Sanierung sind diese Gewerke ohnehin auf der Baustelle, als Einzelmaßnahme verteuern sie das Projekt spürbar.

Genehmigung: Bauamt, Bauantrag und WEG-Beschluss

Ob ein Wanddurchbruch eine Genehmigung braucht, hängt von drei Ebenen ab – Baurecht, Eigentumsverhältnissen und Gebäudetyp.

Baurecht in NRW: Viele Umbauten im Gebäudeinneren sind nach der Landesbauordnung NRW verfahrensfrei, also ohne Bauantrag möglich. Das entbindet aber nicht von den materiellen Anforderungen: Die Standsicherheit muss nachgewiesen werden, und je nach Gebäudeklasse muss der Nachweis zusätzlich durch eine qualifizierte Stelle geprüft werden. Bei größeren Wohngebäuden oder wenn Nutzungsänderungen hinzukommen, kann doch ein Bauantrag nötig werden. Verbindlich klärt das nur das örtliche Bauamt – ein kurzes Gespräch mit der Bauaufsicht vor Projektstart kostet nichts und schafft Sicherheit.

Eigentumswohnung: Hier gilt eine Besonderheit, die viele Eigentümer überrascht. Tragende Wände sind Gemeinschaftseigentum – auch wenn sie mitten in Ihrer Wohnung stehen. Ein Durchbruch ist eine bauliche Veränderung nach § 20 WEG und braucht einen Beschluss der Eigentümergemeinschaft, bevor gebaut wird: Statik-Nachweis erstellen lassen, Antrag über die Hausverwaltung auf die Tagesordnung setzen, Beschluss abwarten. Wer ohne Beschluss baut, riskiert eine Rückbauverpflichtung – selbst wenn die Statik einwandfrei ist.

Vermietete Wohnung im eigenen Mehrfamilienhaus: Als Alleineigentümer entscheiden Sie selbst. Der Standsicherheitsnachweis bleibt trotzdem Pflicht, bei bewohnten Nachbarwohnungen kommen Lärmschutzzeiten und Ankündigungsfristen hinzu.

Planen Sie für die formalen Schritte realistisch Zeit ein: Ein WEG-Beschluss kann je nach Versammlungsrhythmus Monate Vorlauf bedeuten – die Abstimmung also früh anstoßen.

Ablauf mit neurealis: Ausführung nach Statik-Freigabe

neurealis führt Wanddurchbrüche im Rahmen von Komplettsanierungen aus – als Generalunternehmer mit allen angrenzenden Gewerken aus einer Hand. Voraussetzung für den Baustart ist immer eine vorliegende Statik-Freigabe: Wir stimmen die Ausführung mit Ihrem Tragwerksplaner ab und vermitteln bei Bedarf den Kontakt zu einem Tragwerksplaner, falls Sie noch keinen haben.

So läuft die Ausführung auf der Baustelle ab:

1. Bestand sichern: Leitungen in der Wand werden geortet und freigeschaltet, angrenzende Räume mit Folienschleusen abgetrennt. Staubintensive Arbeiten laufen mit Luftreinigern und abgesaugten Maschinen.

2. Abstützen: Beidseitig der Wand übernehmen Stahlrohrstützen mit Lastverteilungsbohlen die Deckenlast – exakt nach Statik-Vorgabe. Erst wenn die Abstützung steht, wird die Wand angetastet.

3. Trennschnitt statt Stemmen: Die Öffnung wird mit der Wandsäge geschnitten, nicht herausgestemmt. Das reduziert Erschütterungen drastisch – wichtig in Mehrfamilienhäusern und bei Altbaudecken, wo grobes Stemmen Risse in Nachbarräumen verursacht.

4. Träger einbauen: Der Stahlträger oder Sturz wird eingesetzt, ausgerichtet und kraftschlüssig vermörtelt – die Fuge zwischen Träger und Mauerwerk wird mit Quellmörtel geschlossen, damit die Lasten ohne Setzung übertragen werden.

5. Fertigstellen: Nach dem Aushärten kommen die Stützen heraus. Laibungen werden verputzt, der Boden in der Öffnung angearbeitet, der Träger nach Wunsch verkleidet. Weil bei einer laufenden Sanierung Putzer, Bodenleger und Elektriker ohnehin im Projekt sind, entstehen keine separaten Anfahrten und keine Schnittstellenprobleme – unsere Bauleitung legt den Durchbruch so in den Bauablauf, dass Folgegewerke direkt anschließen.

Grundriss-Optimierung: Was eine Wand verändert

Die meisten Wanddurchbrüche entstehen nicht als Selbstzweck, sondern als Teil einer Grundriss-Idee. Drei Fälle dominieren in unseren Sanierungsprojekten:

Offene Wohnküche: Der Klassiker. Die Wand zwischen Küche und Wohnzimmer fällt ganz oder wird zu einer breiten Öffnung mit sichtbarem Unterzug. Gerade in Wohnungen der 50er- bis 70er-Jahre mit separater 6-m²-Küche entsteht so ein Wohnraum, der sich doppelt so groß anfühlt – ohne einen Quadratmeter Anbau.

Bad vergrößern: Kleine Bäder grenzen oft an eine Abstellkammer oder einen überbreiten Flur. Wird die Trennwand versetzt oder geöffnet, passt plötzlich eine bodengleiche Dusche neben die Wanne – oder überhaupt erst eine Waschmaschine ins Bad. Weil dabei meist Wasser- und Abwasserleitungen betroffen sind, gehört dieser Eingriff in eine ohnehin laufende Badsanierung.

Durchgang statt Tür: Ein breiter, offener Durchgang zwischen Flur und Wohnraum bringt Tageslicht in dunkle Altbauflure und löst die typischen Schlauchgrundrisse auf.

Der beste Zeitpunkt für solche Eingriffe ist die Sanierung selbst. Wenn Böden, Putz und Elektrik ohnehin erneuert werden, verschwinden die Spuren des Durchbruchs im Gesamtprojekt. Als nachträgliche Einzelmaßnahme in einer bewohnten Wohnung kostet derselbe Durchbruch deutlich mehr Nerven und Geld.

Wie eine Grundriss-Änderung ins Gesamtprojekt eingebettet wird, zeigen unsere Seiten zur Wohnungssanierung und Komplettsanierung.

Was beeinflusst die Kosten eines Wanddurchbruchs?

Die wichtigsten Kostenpositionen für einen Wanddurchbruch in einer tragenden Wand – die Summe hängt von Wandaufbau, Öffnungsbreite und Gebäude ab.

Statik-Nachweis durch Tragwerksplaner
nach Umfang, mehrere Öffnungen bündeln spart
Abstützung und Baustellensicherung
nach Deckenart und Wanddicke
Trennschnitt und Abbruch (je m² Wandfläche)
nach Wanddicke und Material
Stahlträger oder Sturz inkl. Einbau und Vermörtelung
nach Profil und Trägerlänge
Schuttentsorgung (Container, Trageweg, Etage)
nach Tonnage und Zugänglichkeit
Nebenarbeiten: Leitungen umlegen, Laibungsputz, Bodenanschluss
nach Umfang, in laufender Sanierung günstiger

Marktübliche Orientierung: Der Statik-Nachweis für einen Türdurchbruch liegt im mittleren dreistelligen bis unteren vierstelligen Bereich, raumbreite Öffnungen darüber. Konkrete Zahlen kalkulieren wir nach Besichtigung im Sanierungsangebot.

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Checkliste

Checkliste: Wanddurchbruch richtig vorbereiten

Diese acht Punkte sollten vor der ersten Stütze geklärt sein.

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Aus der Praxis

Praxis-Tipps

Erst orten, dann schneiden

In fast jeder Bestandswand liegen Elektroleitungen, oft kreuz und quer statt in den genormten Installationszonen – besonders im Altbau und nach früheren Umbauten. Ein Leitungssucher findet stromführende Kabel; bei Verdacht auf Wasserleitungen hilft der Blick auf die Anschlüsse darüber und darunter. Eine angeschnittene Heizungsleitung macht aus dem Durchbruch einen Wasserschaden.

Deckenhöhe am Unterzug einplanen

Bei raumbreiten Öffnungen bleibt der Stahlträger als Unterzug sichtbar oder wird verkleidet – beides kostet an dieser Stelle einige Zentimeter Raumhöhe. In Altbauten mit 2,80 m Deckenhöhe fällt das kaum auf, bei 2,40 m im 60er-Jahre-Bau sollte die Trägerlage früh mit dem Tragwerksplaner besprochen werden.

Mehrere Grundriss-Eingriffe bündeln

Wer ohnehin saniert, sollte alle Wandöffnungen in einem Schritt planen: ein Statik-Nachweis, eine Abstützphase, ein Container, eine Putz- und Bodenrunde. Zwei getrennt beauftragte Durchbrüche kosten zusammen deutlich mehr als beide im selben Projekt.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

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Wie erkenne ich, ob eine Wand tragend ist?

Erste Indizien: Rohbaudicke ab 17,5 cm, Verlauf der Wand durch mehrere Geschosse bis in den Keller und Decken, die auf der Wand aufliegen. Verlässlich sind nur die Bauunterlagen aus der Bauakte oder die Beurteilung durch einen Tragwerksplaner – die Klopfprobe unterscheidet nur massive von leichten Wänden.
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Was kostet ein Statiker für einen Wanddurchbruch?

Für einen einzelnen Türdurchbruch bewegen sich Standsicherheitsnachweise marktüblich im mittleren dreistelligen bis unteren vierstelligen Bereich. Raumbreite Öffnungen mit Trägerbemessung liegen darüber. Wer mehrere Öffnungen plant, lässt sie in einem Nachweis bündeln – das ist günstiger als Einzelaufträge.
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Brauche ich eine Genehmigung für einen Wanddurchbruch?

In NRW sind viele Umbauten im Gebäudeinneren verfahrensfrei, der Standsicherheitsnachweis bleibt aber immer Pflicht – verbindlich klärt das das örtliche Bauamt. In der Eigentumswohnung kommt der Beschluss der Eigentümergemeinschaft nach § 20 WEG hinzu, denn tragende Wände sind Gemeinschaftseigentum.
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Kann man eine tragende Wand komplett entfernen?

Ja, in den meisten Fällen. Die Lasten übernimmt dann ein Stahlträger, der als Unterzug unter der Decke verläuft und auf verstärkten Auflagern ruht – Profil, Länge und Auflager bemisst der Tragwerksplaner. Technisch machbar ist fast alles, die Frage ist der Aufwand.
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Wie lange dauert ein Wanddurchbruch?

Die reine Ausführung – Abstützen, Schneiden, Träger setzen, Vermörteln – dauert je nach Größe ein bis drei Arbeitstage, plus Aushärtezeit und Putz- und Bodenarbeiten. Deutlich länger ist der Vorlauf: Statik-Nachweis, Bauamt-Klärung und bei Eigentumswohnungen der WEG-Beschluss brauchen zusammen Wochen bis Monate.
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Machen Sie auch nur den Wanddurchbruch?

Wir führen Wanddurchbrüche im Rahmen von Sanierungsprojekten aus – zusammen mit den Gewerken, die ohnehin anfallen: Putz, Boden, Elektrik, Maler. So entstehen saubere Anschlüsse aus einer Hand. Als isolierte Einzelmaßnahme bieten wir den Durchbruch nicht an.

Grundriss öffnen – im Zuge Ihrer Sanierung

Sie planen eine Sanierung in Dortmund, Bochum oder dem Ruhrgebiet und überlegen, ob eine Wand fallen kann? Wir prüfen Ihre Grundriss-Idee im Gesamtprojekt, stimmen die Ausführung mit Ihrem Tragwerksplaner ab und setzen den Durchbruch mit allen Folgegewerken um – aus einer Hand.

Oder rufen Sie uns an: 0231 - 997 997 47

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Normen & Quellen

  • Landesbauordnung NRW (BauO NRW): Anforderungen an Standsicherheit und verfahrensfreie Vorhaben
  • § 20 WEG: Bauliche Veränderungen – Beschlusspflicht der Eigentümergemeinschaft
  • DIN EN 1991 (Eurocode 1): Einwirkungen auf Tragwerke – Lastannahmen
  • DIN EN 1993 (Eurocode 3): Bemessung und Konstruktion von Stahlbauten
  • DIN 4109: Schallschutz im Hochbau – relevant bei Grundriss-Änderungen zwischen Wohnungen

Wand raus, Wohngefühl rein?

Wir prüfen Ihre Grundriss-Idee im Sanierungsprojekt – für Wohnung und Haus in Dortmund und Bochum.

0231 – 58 68 85 60

Mo–Fr 7–21, Sa+So 7–18 Uhr erreichbar

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